Der Venture-Capital-Geber BORN2GROW beteiligt sich an der Stuttgarter Venneos GmbH in der aktuellen Serie-A-Finanzierungsrunde. Das Start-up entwickelt und vermarktet den CAN-Q, ein Siliziumchip-basiertes Imaging System für die Analyse biologischer Zellen.

Das Unternehmen will seinen Markteintritt nun weiter verfestigen. Dazu sind an der aktuellen Finanzierungsrunde neben dem Venture Capital-Geber BORN2GROW auch die ursprünglichen Seed-Investoren beteiligt: Ein Konsortium aus Business Angels und Family Offices, der High-Tech Gründerfonds sowie die Max-Planck-Gesellschaft stellen dem Biotechnologieunternehmen zusätzlich weitere Mittel bereit.

„Die Biotech-Branche in Deutschland wächst, zahlreiche forschungsgetriebene Innovationen finden international starke Beachtung und viele Start-ups der Branche schaffen aktuell den Sprung in die Erfolgszone“, kommentierte Günter Steffen, Geschäftsführer von BORN2GROW. Der privat finanzierte Beteiligungskapitalgeber aus Heilbronn ist auf die Frühphasenfinanzierung junger Technologieunternehmen spezialisiert. Venneos setze neue Standards in der Zellanalyse und habe hervorragende Wachstumsperspektiven, so Steffen.

ANZEIGE

Zellen wachsen auf Siliziumchip

Die Technologie von Venneos basiert auf einem Siliziumchip, auf dem Zellen anwachsen und der die elektrischen Signale zellulärer Veränderungen detektiert. Die Signale werden anschließend verarbeitet und können als mikroskopie-ähnliche Bilder dargestellt werden. So können Veränderungen beispielsweise im Bereich der Zelladhäsion erkannt werden, die mit anderen Technologien unsichtbar bleiben; durch die automatisierte parallele Analyse von bis zu mehreren Tausend Zellen auf Einzelzellebene werden Experimente objektiver, reproduzierbarer und verlässlicher. Die Systeme finden in der Forschung Anwendung, vor allem in der Tumorbiologie, Immunologie, Pharmakologie und Medikamentenentwicklung.

Technologie auch Kosmetik und Chemie anwendbar

Venneos wurde 2014 als Spin-off der Max-Planck-Gesellschaft gegründet. Ausgestattet mit zusätzlichen Mitteln will das Unternehmen nun nach egenen Angaben neue Produktgenerationen vorbereiten und die Technologie in Richtung zusätzlicher Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Pharma, Kosmetik und Chemie weiterentwickeln.

Print Friendly, PDF & Email