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GoingPublic Life Sciences 3/14 - "Die Biotechnologie ist zu einem unverzichtbaren Instrument für Innovationen, neue Produkte und bessere Verfahren geworden"

Roundtable zu den 10 Thesen des Bioökonomierats

GoingPublic „Biotechnologie 2014“70 IndustrielleBiotechnologie Im Mai veröffentlichte der Bioökonomierat zehn Thesen, mit denen er die Richtung für den Weg in die biobasierte Wirtschaft vorgeben möchte. Das GoingPublic Magazin hat drei Experten um eine Einschätzung zur zeitlichen Umset- zung und zu den erwartenden Auswirkungen gebeten. Gespräch mit Dr. Ricardo Gent, Geschäftsführer, Deut- sche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), Dr. Akuma Saningong, Netzwerkmanager biomastec, EurA Consult AG, und Marco Winzer, Investment Director, High-Tech Gründerfonds Management GmbH GoingPublic: Meine Herren, welche der Thesen wird Ihrer Meinung nach am ehesten umgesetzt? Gent: Dies lässt sich nicht sagen, weil die Thesen zum Teil schon umgesetzt werden bzw. Bestandteil von Förderstrategien und industrie- und handelspolitischen Initiativen auf nationaler, EU- und internationaler Ebene sind. Zu Recht fordert der Bioökonomierat und auch die Industrie integrierte industrie- und handelspolitische Rahmenbedingungen für die verschiedenen Nutzungs- pfade der Biomasse. Aber den Thesen des Bioökonomie- rats selbst fehlt es an dieser Kohärenz. Bioökonomie braucht langfristige und ganzheitliche Industrie- und For- schungspolitik. Netzwerke sind hierbei das Bindeglied im angewandten Wissensdreieck zwischen Hochschulen bzw. Forschungs- organisationen, Industrie, hier insbesondere den KMU, und innovativer Forschung. Winzer: Die vom Bioökonomierat aufgestellten Empfeh- lungen und Thesen zur Umgestaltung unserer Ökonomie hin zu einer biobasierten und ressourceneffizienteren Wirtschaft lassen sich meines Erachtens nach nur mit Hilfe von Investitionen in innovative Technologie-Ent- wicklungen realisieren. GoingPublic: Nehmen wir an, alle Thesen kämen zur Umsetzung. Welche hat Ihrer Meinung nach den größten Einfluss auf die Unternehmen und wie wird sich dieser auswirken? „Die Biotechnologie ist zu einem unverzicht- baren Instrument für Innovationen, neue Produkte und bessere Verfahren geworden“ Roundtable zu den 10 Thesen des Bioökonomierats „Bioökonomie braucht langfristige und ganzheitliche Industrie- und Forschungspolitik. “Dr. Ricardo Gent, DIB Saningong: Aus meiner Sicht spielen die Technologie- Netzwerke bei der Umsetzung eine maßgebliche Rolle. Ziel muss es sein, durch Netzwerke mit dem Schwer- punkt der Biologisierung der Volkswirtschaft das Valley of Death in der Innovationskette zu überwinden. Die Saningong: Hier halte ich die vierte These für besonders wichtig. Die Empfehlung, den Zugang zu Kapital für inno- vative bioökonomisch ausgerichtete Unternehmen zu vereinfachen, ist sehr wichtig. Innovationen sind überle- benswichtig für Unternehmen und machen sie wettbe- werbsfähig. Innovationsstarke Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und damit zusätzliche Steuereinnahmen für den Staat. Dafür brauchen sie Fördermittel oder andere vergünstigte Finanzierungsquellen, um For- schung und Innovation zu betreiben. Im Gegensatz zu Dauersubventionen sind solche Anschubförderungen volkswirtschaftlich sogar sinnvoll. Winzer: Den größten Einfluss auf den High-Tech Grün- derfonds und seine Portfolio-Unternehmen erwarte auch ich von der Umsetzung der vierten Forderung des Rates: „Innovationen sind überlebenswichtig für Unternehmen und machen sie wettbewerbsfähig. “Dr. Akuma Saningong, EurA Consult AG

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