Xeltis, ein Schweizer Medizintechnik-Unternehmen mit Schwerpunkt Herz- und Gefäßchirurgie hat eine Serie B-Finanzierungsrunde über 27 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wird angeführt durch Life Sciences Partners, und unterstützt durch die institutionellen Co-Investoren Kurma Partners und VI Partners, sowie durch die aktuellen Aktionäre von Xeltis. Die finanziellen Mittel sollen hauptsächlich dazu genutzt werden, das erste Produkt des Unternehmens, einen Pulmonalklappenersatz, zur Zulassung zu bringen und die Produktpipeline aufzubauen. Der Pulmonalklappenersatz (COR-PV) soll bei der Behandlung schwerer angeborener Herzfehler bei Kindern, etwa der Fallot’schen Tetralogie, zum Einsatz kommen.

Xeltis entwickelt, basierend auf nobelpreisprämierter Technologie, synthetische, biologisch abbaubare Herzklappen und Blutgefäße, die ein komplett neues Therapieprinzip, das endogene Gewebewachstum, ermöglichen. Damit werden Herzklappen und Blutgefäße, beispielsweise Xeltis‘ Pulmonalklappe, allein durch die natürliche Heilkraft des Körpers spontan zu körpereigenem Gewebe umgebaut. Die Produkte sind dabei so konzipiert worden, dass nach dem endogenen Wachstum körpereigenen Gewebes in den neuen Klappen und Gefäßen keinerlei Fremdmaterial im Körper verbleibt. Xeltis‘ firmeneigene Technologie soll erstmals, endogenes Gewebewachstum ermöglichen.

„Wir glauben, dass Xeltis einen vollständigen Paradigmenwechsel in der Herz- und Gefäßchirurgie herbeiführen kann“, gibt sich Clemens van Blitterswijk, Partner bei LSP, zuversichtlich. „Die Einzigartigkeit und der wegweisende Charakter ihrer Technologie macht Xeltis zu einer äußerst attraktiven Investitionsmöglichkeit.“

Endogenes Gewebewachstum (ETG) ist ein neues Therapieprinzip bei dem Chirurgen synthetische, biodegradierbare Implantate verwenden, die so konzipiert sind, dass sie es dem Körper des Patienten ermöglichen, spontan gesundes Gewebe zu bilden. Da das durch ETG wachsende Gewebe vom Patienten selbst gebildet wird, kann diese Technologie die Grenzen der aktuellen Behandlungsmöglichkeiten aufheben. Da kein körperfremdes Material im Körper verbleibt, kann eine Langzeitversorgung mit Medikamenten vermieden und das Risiko wiederholter Operationen verringert werden.

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