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Die Leipziger Vita 34 verfügt über die größte private Nabelschnurblutbank im deutschsprachigen Raum, mit rund 127.000 Stammzelldepots, darunter 5.000 Spende-Präparate. Das börsennotierte Unternehmen setzt auf eine klare Wachstumsstrategie.

GoingPublic: Vita 34 wurde vor 18 Jahren gegründet und ist die älteste private Nabelschnurblutbank für Eigenvorsorge im deutschsprachigen Raum. Hat sich die Technologie der Nabelschnurblut-Einlagerung inzwischen etabliert?
André Gerth: Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Entnahmelogistik über die Aufbereitung und dauerhaften Einlagerung von Nabelschnurblut bis hin zur fachgerechten Abgabe von Stammzelltransplantaten für die medizinische Anwendung. Zudem bieten wir seit dem Jahr 2013 die Kryokonservierung von Nabelschnurgewebe an. Seit unserer Gründung hat die Stammzelltechnologie immense Fortschritte gemacht. Weltweit wurden bereits rund 35.000 Transplantationen mit Nabelschnurblut durchgeführt.

Worin liegt das Alleinstellungsmerkmal von Vita 34?
Vita 34 ist die einzige private Stammzellbank im deutschsprachigen Raum mit Erfahrungen bei der Anwendung von Nabelschnurblut sowohl für das eigene Kind (autolog), als auch für Geschwister (gerichtet allogen) und für einen fremden Menschen (allogen) bei verschiedenen Krankheitsbildern. Als einzige Stammzellbank in Europa besitzt Vita 34 die erforderlichen Genehmigungen, unseren Kunden neben der Einlagerung von Vollblut auch die Einlagerung von separiertem Blut anzubieten. Über unsere Kernprodukte hinaus gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse der Eltern ein. So kann beispielsweise die Gesundheitsvorsorge für das eigene Kind mit einer öffentlichen Spende kombiniert werden. Zudem haben wir ein mobiles Stammzellteam aufgebaut, welches bei Bedarf das Stammzellpräparat in die Klinik bringt und vor Ort GMP-gerecht „ready to use“ aufbereitet.

In welchen medizinischen Bereichen findet Nabelschnurblut heute Anwendung?
Die bei Vita 34 eingelagerten Stammzelldepots stehen dem Kind über viele Jahrzehnte für eine Anwendung zur Verfügung. Stammzellen werden insbesondere bei Therapien von Krebsleiden, Bluterkrankungen, Hirnschäden oder Stoffwechselstörungen eingesetzt. Bisher wurden 28 Stammzellpräparate aus dem Vita 34-Bestand für medizinische Anwendungen genutzt.

Welche Strategie verfolgt Vita 34, um seine nationale und internationale Marktposition zu sichern?
Unsere führende Marktposition im deutschsprachigen Raum soll gestärkt werden. In Europa planen wir, die lokalen Vertriebskooperationen auszuweiten und neue Wachstumsmärkte zu erschließen. Über Tochtergesellschaften und Kooperationspartner sind wir neben Deutschland in 20 Ländern in Europa und weltweit tätig. Außerdem arbeiten wir daran, nächste wichtige Etappenziele beim Aufbau und dem Betrieb von Nabelschnurblutbanken in Asien und Lateinamerika gemeinsam mit unseren Partnern zu erreichen. Unternehmenswachstum können wir mittelfristig auch über Produktentwicklungen und intensive Forschungsarbeit generieren. Neben dem Nabelschnurblut und -gewebe haben wir bereits weitere adulte Quellen für die Gewinnung von mesenchymalen Stammzellen identifiziert. Im Zuge einer Buy and Build-Strategie beabsichtigen wir außerdem, mit Übernahmen und Fusionen auch anorganisch zu wachsen.

Wie hoch liegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung?
Um der dynamischen Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin Rechnung zu tragen, haben wir unsere Forschungsaktivitäten intensiviert. Derzeit investieren wir rund 10% des Umsatzes in den Bereich Forschung & Entwicklung. Unser operativer Cash Flow war in den vergangenen drei Jahren immer positiv. Zudem verfügen wir mit finanziellen Mitteln in Höhe von 5 Mio. EUR zum 30. Juni 2015 sowie einer Eigenkapitalquote von rund 59% über eine solide Basis, einen Teil des Wachstums auch über das Eigenkapital abbilden zu können.

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