innoME entwickelt und produziert sensorbasierte Produkte im Bereich Diagnostik und Analytik sowie Life-Science und Medizintechnik, eigeninitiativ sowie im Kundenauftrag. Zur Detektion unterschiedlicher Parameter werden Sensoren funktionsgerecht in Produkte integriert sowie die dazugehörige Messtechnik entwickelt. Das Unternehmen entstand vor drei Jahren als Spin-off eines mittelständischen Familienunternehmens.

 

Plattform Life Sciences: Herr Kottkamp, bitte stellen Sie uns das Unternehmen innoME vor. Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Die innoME schließt die Lücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir sehen uns als Realisierungspartner für innovative Produkte mit dem Fokus auf Sensorik. Unser Ziel ist es immer, gemeinsam mit und für unsere Kunden und Partnern neuartige Produkte markt- und serienfähig zu machen. Wichtig ist dabei, einen klaren Kundennutzen zu generieren. Das neue innovative Produkt muss einen deutlichen Mehrwert liefern aus aktuelle Lösungen. Kurzum: innoME realisiert innovative Produktideen.

Welche Idee steht hinter innoME und wie kam es zur Gründung?

Schon während meines Studiums habe ich viele wirklich tolle Produktideen gesehen. Zudem bringt die Wissenschaft kontinuierlich neue Impulse und Erkenntnisse hervor. Doch genau ab diesem Punkt geht es nur noch sehr langsam weiter. Viele gute Ideen und Erkenntnisse verschwinden in der Schublade. Universitäten haben nicht die Möglichkeiten Ihre Innovationen zu realisieren und Unternehmen fehlt es zum Teil an Ressourcen, der interdisziplinären Vernetzung oder der Bereitschaft (Mut) sich mit neuen Produktinnovationen zu beschäftigen. Vor drei Jahren haben wir als Spin-Off eines familiengeführten mittelständischen Unternehmens (Produzent von Kunststoffhybirdbauteilen) die innoME gegründet, mit dem klaren Ziel Innovationen zu verwirklichen und erfolgreiche, marktfähige Produkte zu realisieren.

Wie hoch schätzen Sie das Marktpotenzial in Ihrem Segment?

Das ist keine einfache Frage. Die Sensorfizierung von Produkten im Bereich Life Science und HealthCare läuft gerade an und ist der erste Ansatzpunkt beim Thema Digitalisierung. Deutschland als HighTech-Standort ist auf Innovationen und neue Produkte angewiesen. Produkte werden immer interdisziplinärer und komplexer. Mit dem Hintergrund das wir Innovationen für unterschiedliche Märkte realisieren, ist eine Abschätzung des Marktpotenzials nicht trivial. Vielleicht entwickeln wir nicht für einen Markt, sondern es entwickelt sich ein Markt.

Wie finanziert sich Ihr Unternehmen? Spielt Venture Capital eine Rolle? Oder erfolgt eine Finanzierung beispielsweise über strategische Partnerschaften mit größeren Diagnostikunternehmen?

Mittels eines Gründungsdarlehens und einer Startfinanzierung über den Spin-Off Partner haben wir den Aufbau der innoME finanziert und die interdisziplinären Entwicklungsressourcen geschaffen. Bei den jeweiligen Realisierungsprojekten suchen wir nach strategischen Partnerschaften, speziell auch um einen guten und soliden Marktzugang für die Produktinnovation zu gewährleisten. Interessant für unsere Kunden und Partner ist auch die Möglichkeit eines Joint Ventures, speziell um das Risiko zu teilen und im wahrsten Sinne gemeinsam erfolgreich zu sein.

Ein Ausblick: Wo steht innoME in fünf Jahren?

Wir möchten unsere Produktentwicklung weiter ausbauen (aktuell 20 Personen), uns als Realisierungspartner für innovative Produkte im Bereich Life Science und HealthCare etablieren und strategische Partnerschaften weiter festigen. Dazu gehört auch die Ausdehnung der Geschäftstätigkeiten nach Nordamerika, Asien und Arabien, gegebenenfalls mit lokalen Entwicklungsteams um die Dynamik und die Transparenz zu erhalten.

 

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