Zum vierten Mal öffnet in Kürze die Kongressmesse zur personalisierten Medizin –PerMediCon – nun ihre Pforten. In Europa ist die Personalized Medicine Convention die führende Kongressmesse für personalisierte Medizin und war bereits im vergangenen Jahr mit rund 400 Teilnehmern gut besucht. Zu den 400 Besuchern gesellten sich im letzten Jahr noch über 60 Aussteller aus den Branchen Pharmazie, Diagnostik, Biotechnologie, Medizintechnik und Health IT.

Auch in diesem Jahr wurde der Messe ein ähnlich guter Besuch prognostiziert. Neben Vertretern aus Medizin, Forschung, Industrie, Politik und Regulatorik bringen sich in die aktuelle Diskussion auch die Apotheker ein. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, vertreten durch den Präsidenten Friedemann Schmidt, will über eine stärkere Beratungstätigkeit der Apotheker in Sachen arzneimittelbezogener Gentests im Rahmen zunehmend verfügbarer individueller Arzneimittel diskutieren.

Dabei steht auch die Frage im Fokus, ob ein Einbezug der Apotheker in das Gendiagnostik-Gesetz eine beschleunigte Verbreitung der personalisierten Medizin zur Folge haben könnte. Gemeinsam mit Anna Eichmann, der Vorstandsvorsitzenden der humatrix AG, wird Apotheker-Vertreter Friedemann Schmidt die Rolle der Pharmazeuten als Arzneimittelexperten in der personalisierten Medizin diskutieren.

Patientenmaßgeschneiderte Arzneimittel setzen einen Gendiagnostiktest voraus, bei dem ermittelt wird, welches das am besten geeignete Medikament für den jeweiligen Patienten ist. Dabei werden Genmutationen ermittelt, die die Verstoffwechselung von Medikamenten beeinflussen. Anhand des Ergebnisses eines solchen Gentests wählt der Arzt das vermeintlich wirkungsvollste Arzneimittel bzw. eine optimale Dosierung für den jeweiligen Patienten. Der Apotheker ist hier bisher außen vor, er darf weder arzneimittelbezogene Gentests veranlassen noch deren Ergebnisse mit Patienten besprechen. Geht es nach den Apothekern, soll sich dies bald ändern.

Das Programm auf einen Blick

Die beiden Messetage sind dicht gepackt mit Informationen zum Thema. Da geht es einerseits um den Bedarf und die Grenzen personalisierter Therapieentscheidungen. Ein anderer Vortrag beleuchtet die so genannten Companion Diagnostics und prüft deren Einsatzmöglichkeiten für neue und bewährte Arzneimittel. Unter dem Titel Fallpauschalen im Fokus wird eruiert wie die personalisierte Medizin auch die stationäre Versorgung verbessern könnte. Woran sich der Wert therapeutischer Innovationen bemessen lässt, das soll unter dem Slogan „Patientennutzen versus Kostendruck“ geklärt werden. Außerdem soll analysiert werden, welchen Beitrag prädiktive Gendiagnostikverfahren in der Prävention von Krankheiten leisten können und sollen.

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