Das neu gegründete Medizintechnikunternehmen Venock Inc, mit der Tochtergesellschaft Venock Medical GmbH im BioPark Regensburg und München, gibt den erfolgreichen Abschluss der Seed-Finanzierungsrunde mit dem Lead-Investor New Age Venture, New York USA, den Münchner Finanzierungsgesellschaften Susavox und Tusavox sowie Fachärzten und mehreren privaten Investoren in Deutschland und USA bekannt. Venock entwickelt ein Medizinprodukt für Kardiologen zum automatisierten Verschluss von großen Punktionen der Leistenvene nach kathetergestützten Therapieverfahren.

Künftig vermehrt kathetergestützten Behandlungsmethoden für das Herz

Demnach wird künftig ein dramatischer Anstieg an kathetergestützten Behandlungsmethoden für das Herz erwartet, die über eine Punktion der Leistenvene in den Körper eingeführt werden. Diese komplexen Eingriffe erfordern Katheter mit einem aufwendigen mechanischen System und folglich einem großen Katheter mit Durchmesser von mehr als 1 cm. Beispiele hierfür sind die Vorhofablation, kathetergestütze Reparatur oder der Ersatz von Herzklappen.

Aufgrund eines fehlenden und zuverlässigen Gefäßverschlusssystems wird derzeit nach einem transvenösen Eingriff für 30-60 Minuten eine Kompression von Hand durchgeführt. Es folgen sechs Stunden Kompressionsverband mit einem schweren Sandsack, während der Patient bettlägerig bleibt.

„Wir freuen uns darauf das erste und einzige automatisierte Verschlusssystem für große Punktionen in der Leistenvene zu entwickeln, das eine sichere Blutstillung innerhalb von einer Minute, selbst bei vollständiger Hemmung der Blutgerinnung ermöglichen wird. Dadurch werden Komplikationen wie große Blutergüsse verhindert. Die Patienten können kurz nach dem Eingriff wieder aufstehen und sich uneingeschränkt bewegen. Durch effizienten und schnellen Verschluss der Punktion der Vene mit Venock können in Zukunft zunehmend Behandlungen, die derzeit noch einen stationären Klinikaufenthalt erfordern, ambulant durchgeführt werden. Dadurch können in der Klinik Ressourcen, Zeit und Kapital eingespart werden“, erklärt Venock-Geschäftsführer Terry Barnes.

Bildnachweis: Venock.