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Taiwanesischer Farn bildet die Grundlage für die neue Wirkstoffklasse von Trino Therapeutics. Quelle: Trino Therapeutics

Die in Dublin, Irland, ansässige Trino Therapeutics Ltd., die sich auf die Entwicklung von Entzündungshemmern spezialisiert hat, konnte sich in einer Serie A Finanzierung nun etwa 9 Millionen Euro frisches Kapital sichern. Neben den Altinvestoren Enterprise Ireland und Growcorp kommen nun die Fountain Healthcare Partners und der Wellcome Trust hinzu, beide werden auch im Vorstand ein Wörtchen mitzureden haben.

Das Schlüsselprodukt von Trino nennt sich PH46A und gehört zu einer ganz neuen Klasse von Wirkstoffen, abgeleitet von einer Substanz in einem Taiwanesischen Farn. Diese neuartige Stoffklasse wirkt antiphlogistisch und eignet sich zur Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen wie der Colitis Ulcerosa – eine chronische Entzündung von Mast- und Dickdarm. Auch für die Therapie von Morbus Crohn, eine chronische Entzündung die bevorzugt den Dünn- und Dickdarm betrifft, ist der neuartige Wirkstoff vorgesehen.

Neil Frankish, Managing Director and Founder Pharmacologist

Neil Frankish, Gründungsmitglied von Trino Therapeutics, sieht in der neuen Investition eine Anerkennung der Forschungsanstrengungen aus einem Pflanzeninhaltsstoff einen potenten Wirkstoff zu machen. Die Finanzspritze soll zur Expansion des Teams und zur Entwicklung klinischer Partnerschaften genutzt werden. Ziel ist der Nachweis einer Wirksamkeit vor allem bei den oben genannten entzündlichen Erkrankungen, die bisher nur inadäquat behandelbar sind.

Neben einer GMP-konformen Produktion und der weiteren präklinischen Entwicklung, hat vor allem die Initiierung einer ersten Phase-I-Studie an gesunden Probanden Priorität. Anschließend will man das verbliebene Geld zur Testung von PH46A an Patienten mit Colitis Ulcerosa nutzen. Trino Therapeutics ist ein Spin-Off der School of Pharmacy am Trinity College in Dublin. Die beiden Gründer, Prof. Neil Frankish und Prof. Helen Sheridan, haben PH46A in Anlehnung an einen Farninhaltsstoff synthetisiert, der nachweislich eine starke Wirkung gegen entzündliche Prozesse besitzt. Obwohl Colitis Ulcerosa wie auch Morbus Crohn Autoimmunreaktionen zu sein scheinen, ist derzeit die Ursache noch nicht vollständig geklärt. Eine symptomatische Behandlung zur Eindämmung der chronischen Entzündung ist deshalb nach wie vor Therapie der Wahl.