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Die Tecan Group (SIX Swiss Exchange: TECN) hat die US-amerikanische SPEware Corporation akquiriert. SPEware gilt als ein führender Anbieter im Bereich der Probenvorbereitung für die Massenspektrometrie mit Schwerpunkt im nordamerikanischen Markt. Das Unternehmen wird fortan Teil der Division Life Sciences Business.

Tecan wiederum besitzt eine starke Position bei Automationsplattformen, die gezielt auf die Probenvorbereitung für die Massenspektrometrie ausgelegt sind. Die Akquisition von SPEware wird demnach auch die wiederkehrenden Umsätze von Tecan merklich erhöhen, da SPEware über 70% seines Umsatzes mit funktionalen Verbrauchsmaterialien generiert.

Kaufpreis von 50 Mio. USD
Der Basis-Kaufpreis in Höhe von 50 Mio. USD soll vollständig in bar geleistet werden. Die Unternehmensbewertung entspricht damit ungefähr dem dreifachen erwarteten Umsatz von SPEware für das Geschäftsjahr 2016. Die EBITDA- Marge von SPEware liegt dabei höher als diejenige von Tecan. Abhängig von der Erreichung erfolgsbezogener Ziele über die nächsten zwei Jahre wird ein zusätzlicher Betrag in Höhe von bis zu 10 Mio. USD fällig werden. Die Transaktion wird voraussichtlich in den kommenden Wochen abgeschlossen. Ein wesentlicher Einfluss der Akquisition auf die Finanzergebnisse des Geschäftsjahres 2016 wird daher nicht erwartet.

Schwerpunkt Nordamerika
SPEware bedient analytische Labors mit hochentwickelten Lösungen für die Probenvorbereitung, indem das Unternehmen funktionale Verbrauchsmaterialien mit dedizierten Instrumenten und Modulen kombiniert, um die Abläufe bei der Kombination der Flüssigkeitschromatographie mit der Massenspektrometrie effizienter zu gestalten. Der Gesamtmarkt für diese Art von Extraktionstechnologien wächst aktuell im mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr.

Kundenstamm aus Referenzlabors und spezialisierten Laboratorien
Die Kunden von SPEware sind überwiegend große Referenzlabors sowie spezialisierte Laboratorien in Nordamerika, welche die angebotenen Lösungen hauptsächlich für toxikologische Untersuchungen und andere Analysen von komplexen Proben wie Urin und Speichel einsetzen. Die Trennung eines Zielanalyts aus einer komplexen Probe, bevor dieser in ein LC-MS eingebracht werden kann, verbessert unter anderem die Robustheit des Assays und führt zu einer geringeren Wartungsintensität des Instruments. Das Unternehmen mit Sitz in Baldwin Park, Kalifornien, wurde vor knapp 20 Jahren gegründet und beschäftigt über 60 Mitarbeiter.

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