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Mehr als 250 innovative Köpfe kamen Ende April zur 11. BioVaria in München zusammen, um sich über aktuelle Trends in den Lebenswissenschaften auszutauschen und Partnerschaften zwischen akademischer Forschung und Industrie anzubahnen. Über 60 ausgewählte, patentgeschützte Technologien von ebenso vielen unterschiedlichen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Universitätskliniken aus ganz Europa wurden Entscheidern aus der biopharmazeutischen Industrie präsentiert und miteinander diskutiert.

„Seltene Erkrankungen“ – Innovative Finanzierungsmodelle

Im Rahmen eines Panels wurde das Thema „Seltene Erkrankungen” aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Moderiert von Prof. Dr. Horst Domdey, BioM, diskutierten internationale Vertreter der Biotech- und Pharmaindustrie sowie Repräsentanten von Patienten- und gemeinnützigen Organisationen die wichtigsten Herausforderungen und Chancen der Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Krankheiten. Sie schlugen innovative Finanzierungsmodelle vor und betonten die Bedeutung von Public Private Partnerships. Das Panel war sich darin einig, dass dringend neue Möglichkeiten benötigt werden, um seltene Erkrankungen besser zu diagnostizieren und wirksamer zu behandeln. Dafür sollte die Industrie auch an die akademische Forschung kommunizieren, welche Indikationen aus ihrer Sicht kommerziell interessant sind.

„Startup Pitch & Partner Programm“ – „Emerging“ und „Rising“

Ein weiteres Highlight war das erweiterte „Startup Pitch & Partner Programm“ mit 15 europäischen Start-ups in zwei Kategorien, „Emerging“ und „Rising”. Zehn von ihnen waren zuvor für den Wettbewerb um den BioVaria Startup Award ausgewählt worden, der von Dr. Dirk Vocke, Associate Director, Innovation & Entrepreneurship Incubator, Merck KGaA, Deutschland, und Dr. Nadine Sobotzki, Associate, M Ventures, moderiert wurde. Mit einem Elevator-Pitch präsentierten die Start-ups zunächst ihr Unternehmen und stellten sich dann den Fragen des Publikums und einer Jury aus erstklassigen Risikokapitalgebern. Anhand mehrerer Kriterien, die Technologie, Businessmodell, Marktpotenzial und kommunikative Fähigkeiten berücksichtigten, wählte die Jury OPSYON (Emerging) aus München und LIfT Biosciences (Rising) aus London zu den Gewinnern. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf Immuntherapien gegen Krebs.

OPSYON entwickelt neue, wirksame immunonkologische Therapeutika mit geringeren systemischen Nebenwirkungen. Dafür kombinieren sie die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Wirksamkeit einer Inhibition sogenannter Immune Checkpoints.

LIfT Biosciences verfolgt einen neuartigen Ansatz zur zellbasierten Therapie von Krebs auf Basis neutrophiler “Killer-Zellen”. Ihre Vision besteht darin, ein skalierbares Verfahren zur Produktion sicherer und wirksamer neutrophiler Granulozyten zu entwickeln, das weltweit eine bezahlbare Therapie solider Tumore ermöglicht.

Zusätzliche Inspiration für alle Teilnehmer bot Dr. Hella Kohlhof in ihrer Keynote. Sie ist Forschungsvorstand von Immunic Therapeutics. Das Biotech Start-up hatte kürzlich eine der größten Serie-A-Finanzierungen abgeschlossen hat, die es in Europa je gab.

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