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Es wäre eine der spektakulärsten Übernahmen in diesem Jahr auf dem europäischen Life Science-Markt geworden: Das Übernahmeangebot des britischen Pharmakonzerns Shire an den schweizer Biotech-Spezialisten Actelion, das größte Biotechnologie-Unternehmen in Europa. Doch die Schweizer zeigen sich unbeeindruckt. Bis zu 16 Mrd. EUR wäre den Briten der Kauf von Actelion wert gewesen.

Sowohl Shire als auch Actelion haben sich auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert. Dabei ist Shire mit rund 5.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 5,4 Mrd. EUR beinahe doppelt so groß, wie Actelion mit knapp 2.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,9 Mrd. EUR.

Nachdem vor wenigen Tagen das Interesse des britischen Pharmakonzerns in der Öffentlichkeit bekannt geworden war, stieg der Aktienkurs von Actelion zu Handelsbeginn am Montagmorgen auf ein neues Allzeithoch von 142 CFH. Actelion hatte erst kürzlich nach gestiegenen Verkaufszahlen seines neuen Herz- und Lungenmedikaments Opsumit die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Aktuell sieht es jedoch nicht danach aus, als könnte der Shire-Konzern davon profitieren. Zwar hatte Shire nach Angaben von Insidern 160 CFH je Aktie geboten, doch gehen Experten davon aus, dass die Briten ihr Angebot auf mindestens 170 CFH erhöhen müssten, sollte es ernsthaft zu einem Verkauf von Actelion kommen.

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