Der Ebola-Schnelltest der Weimarer Diagnostik-Firma Senova dauert nur zehn Minuten und funktioniert ohne Strom. Am 1. März soll nun der Vertrieb starten. Als Vertriebspartner wurde nun Stadapharm aus Bad Vilbel gewonnen. Das Unternehmen will den Schnelltest in seine Reihe „Stada Diagnostik“ aufnehmen und weltweit verkaufen. Der Preis für den Test liegt bei 3,20 EUR pro Stück. Die Senova-Testkits enthalten alle für die Durchführung benötigten Materialen und unterschieden sich damit von anderen bislang verfügbaren Verfahren.

Senova aus Weimar ist auf Schnelltests spezialisiert. Das Unternehmen hat bereits vor zehn Jahren einen Ebola-Schnelltest im Kongo erprobt. Mit dem aktuellen Testverfahren kann eine Erkrankung nun wesentlich schneller erkannt werden. Das haben Tests Ende vergangenen Jahres in Guinea belegt. Insbesondere bei Verstorbenen ist der Nachweis einer möglichen Infizierung durch einen einfachen Rachenabstrich nun wesentlich schneller möglich.

Auch bei Lebenden wird das Testverfahren eigesetzt, in diesem Fall muss das abgenommene Blut zunächst in eine Zentrifuge. Auf den Teststreifen wird schließlich das isolierte Serum aufgetragen. „Mit unserem qualitativ sehr hochwertigen Screeningtest können infizierte Personen innerhalb kürzester Zeit erkannt, von ihrem Umfeld isoliert und weitere Diagnoseschritte eingeleitet werden. Das beschleunigt und erleichtert das Quarantänemanagement in den Katastrophengebieten“, erklärt Lothar Guske, Geschäftsführer von Stadapharm.

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