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Die Dolosys GmbH, eine Ausgründung aus der Berliner Charité, erhielt nun für die Weiterentwicklung ihres Schmerzmonitors eine Seedfinanzierung im mittleren sechsstelligen Bereich. Neben den High-Tech Gründerfonds (HTGF) beteiligte sich auch die m2f investment Ltd. an der ersten Finanzierungsrunde.

Nach dem 4. Preis im Science4Life Venture Cup mit einem Preisgeld von 3000 Euro konnte Dolosys nun einen weiteren Erfolg verbuchen. Die erste Finanzierungsrunde durch die High-Tech Gründerfonds und die m2f investment Ltd. spülte dem Berliner Unternehmen ausreichend finanzielle Mittel für die Entwicklung ihres Schmerzmonitors und die anschließende CE-Produktzertifizierung in die Kasse. Zwar wurde die exakte Investitionssumme nicht veröffentlicht, bei vergleichbaren Finanzierungsrunden lagen die Investitionssummen der HTGF aber in etwa im Bereich von einer halben Million Euro. „Der HTGF und m2f investment Ltd. sind unsere Wunschpartner, die uns, neben der Finanzierung, auch eine Menge Branchenerfahrung und hilfreiche Kontakte bieten können“, kommentierte Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. med. Jan Baars die erfolgreiche Seedfinanzierung.

4. Platz bei der Endrunde des Science4Life Venture Cups 2012, v.l.n.r.: Florian Rentsch (hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung), Dr. med. Jan Baars (Dolosys), Jürgen Schlossbauer (Dolosys), Prof. Dr. Jochen Maas (Vorstand Forschung und Entwicklug Sanofi-Aventis Deutschland)

Standard in der Schmerztherapie

Läuft alles wie geplant, soll der Schmerzmonitor, der eine Optimierung der Schmerztherapie bei nicht-mitteilungsfähigen Intensivpatienten und chronischen Schmerzpatienten ermöglichen soll, bereits 2014 als Medizinprodukt auf den Markt gebracht werden. Mit dem Schmerzmonitor soll es Ärzten erstmalig möglich sein, durch eine optimale Opioid-Konzentration, eine verlässliche Schmerzausschaltung sicherzustellen. Bisher erfolgt die Gabe von Opioiden einzig durch eine subjektive Beurteilung des Schmerzes durch den Patienten und/oder den Arzt. Diese Art des Monitorings stößt besonders bei sedierten Intensivpatienten an Grenzen, fördert Komplikationen fördert, verlangsamt die Heilung, und führt bei chronisch Kranken nicht selten zu Depressionen. Dr. Christian Jung vom HTGF begründet die Finanzierungsentscheidung mit der innovativen Technologie die in absehbarer Zeit zum Standard in der Schmerztherapie aufsteigen könnte.

Reflexe bewerten die Wirkung

Reflexe sind vom Willen unabhängig und eignen sich deshalb besonders gut für den objektiven Nachweis von Schmerz. So kommt es nach einem Schmerzreiz am Fuß ganz automatisch zum nozizeptiven Beugereflex des Unterschenkels der sich im Hochziehen des Oberschenkels bemerkbar macht. Die im Schmerzmonitor evaluierte Technologie nutzt solche simulierten Schmerzreflexe die automatisch gemessen werden und Rückschlüsse auf Schmerzprozesse in Gehirn und Rückenmark ermöglichen. Da Reflexe nicht willentlich erfolgen, ist die Bewertung der Wirkung zugeführter Schmerzmedikamente frei von jeglicher subjektiven Empfindung. Die innovative Technologie ist nicht-invasiv, ermöglicht eine Optimierung der Wirkstoffdosis und sorgt so für eine effiziente Schmerzausschaltung, frei von Subjektivität. Bisher wurde die Dolosys GmbH vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Exist Forschungstransfer Programms gefördert. Nun wurde auch VC-Kapital auf die innovative Technologie des Unternehmens aufmerksam.

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