Die deutsche Laborkette Synlab wechselt den Besitzer, bleibt jedoch in der Hand eines Private Equity-Investors. Demnach verkauft die Gesellschaft BC Partners das Unternehmen an den Konkurrenten Cinven, und zwar für für rund 1,85 Mrd. EUR, wie einzelne Medien aus Insiderkreisen erfahren haben wollen.

Die hohe Bewertung liegt deutlich über bislang spekulierten Summen und auch über dem Angebot, welches der deutsche Pharmakonzern Fresenius zunächst abgegeben, später aber wieder zurückgezogen haben soll.

2010 hatte BC Partners rund 70% Laborkette gekauft, zeitgleich übernahm Synlab zwei gleichgroße Konkurrenzunternehmen aus Österreich und Italien. Unter der Obhut von BC Partners übernahm Synlab anschließend über 60 Firmen, eine Entwicklung, die sich schließlich auch in rasant gestiegenen Umsatzzahlen bemerkbar machte. 2004 lag der Umsatz noch bei 30 Mio. EUR,  2014 schließlich bei 756 Mio. EUR bei einem EBITDA von 134 Mio.EUR. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Gewinn von 145 Mio. EUR angestrebt.

Ende Mai hatte Cinven das französische Laborunternehmen Labco für 1,2 Mrd. EUR übernommen. Nun will die Beteiligungsgesellschaft die beiden Firmen zusammenschließen um so  längerfristig einen Marktführer in Europa schaffen.

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