Am vergangenen Freitag fand im Rahmen des BioRegio STERN Sommerempfangs der BioRegio STERN Management GmbH und des Vereins zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. im Aero-Club Esslingen die Preisverleihung des Science2Start Wettbewerbs statt. Insgesamt 4.500 EUR an Preisgeldern, gesponsert von der Kanzlei VOELKER & Partner (Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer), wurden vergeben.

Dabei konnte sich das Team um Dr. Markus Templin vom Reutlinger NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen für die Entwicklung eines automatisierten Protein-Analysesystems über den ersten Preis freuen. „DIGI-West“ nennt das Gewinner-Team seine Entwicklung, mit der sich viele verschiedene Proteine aus kleinsten Probenmengen gleichzeitig nachweisen und analysieren lassen. Durch die simultane Analyse lassen sich zudem Arbeits- und Zeitaufwand deutlich reduzieren. Die Gewinner glauben, dass ihre Entwicklung dazu beitragen wird, Prozesse in Zellen noch besser zu verstehen, krankheitrelevante Veränderungen in Zellen schneller zu identifizieren und so zur Entwicklung effektiverer Therapieansätze beizutragen.

2. Preis für Augentropfen mit Nanopartikeln

Mittels Nanopartikeln die Wirksamkeit von Augentropfen verbessern, das ist der Ansatz, für den Dr. Sven Schnichels und Professor Dr. Martin Spitzer vom Department für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Tübingen den 2. Preis ergattern konnten. Die aus natürlichen Stoffen hergestellten Nanoteilchen, die die Entwickler „nano-I-drops“ getauft haben, sorgen für eine verbesserte Wirkstoffaufnahme im Auge. Mit bisherigen Augentropfen gelangen nur rund 5% des Wirkstoffes in das Auge, so dass die wirksame Substanz in Augentropfen relativ hoch dosiert vorliegt und nicht selten zu unerwünschten Wirkungen führt. Dies soll sich mit den „nano-I-drops“ nun ändern, denn die geringere Wirkstoffkonzentration kommt zu fast 100 Prozent im Auge an und macht eine Überdosierung obsolet.

3. Preis für die Analyse von Erbgutschäden

In der Abteilung Molekulare Medizin des Interfakultären Instituts für Biochemie an der Eberhard Karls Universität Tübingen forscht der Gewinner des 3. Preises. Simon Lehle ist Biochemiker und hat eine Methode entwickelt, mit der sich Erbgut-Schäden analysieren lassen, die auf Grund des Versagens von Reparaturmechanismen zustande kommen. Die „Kundenspezifische DNA-Schadensbestimmung“ erkennt solche DNA-Schäden, die beispielsweise auch zur Entstehung von bösartigen Tumoren führen können. Das innovative Verfahren soll sich für die Grundlagenforschung ebenso eignen wie für die Früherkennung von Krankheiten.

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