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Erst vor wenigen Tagen hat sich Konkurrent Reckitt Benckiser aus der Übernahmeschlacht um das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln der amerikanischen Merck & Co. zurückgezogen und nun kam die erlösende Nachricht für den Bayer Konzern, der den Zuschlag erhalten hat. Reckitt Benckiser CEO, Rakesh Kapoor, sagte in einem Statement zum Rückzug, das Unternehmen würde weiter nach möglichen Übernahmekandidaten suchen, diese müssten jedoch nicht nur zur Unternehmensstrategie passen, sondern auch die finanziellen Kriterien des Unternehmens erfüllen. Auf Deutsch heißt dies wohl, der Preis von rund 14 Mrd. USD war Reckitt Benckiser zu hoch.

Für die Leverkusener Bayer AG stimmte der Preis offensichtlich, das Unternehmen, das mit dem Kauf das Geschäft seiner Pharmasparte aufbessern will, wird nun 14,2 Mrd. USD, das sind stattliche 10,4 Mrd. EUR, für die rezeptfreien Medikamente von Merck & Co. bezahlen. Nur für die Übernahme des Konkurrenten und Antibaby-Pillen-Spezialisten Schering hatte Bayer mit etwa 17 Mrd. EUR noch mehr bezahlt.

14 Milliarden – Ein zu hoher Preis?
Auch wenn Experten, die den Markt und das Geschäft von Merck & Co. kennen, den Preis für zu hoch halten und von einem fundamentalen Wert um die 10 Mrd. USD sprechen, Bayer Vorstandschef Marijn Dekkers sieht den Kauf als einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Markführerschaft mit rezeptfreien Medikamenten. Nach der erfolgreichen Übernahme steht Bayer nun gleich hinter dem US-Giganten J&J auf Platz zwei im Geschäft mit rezeptfreien Arzneien. Bayer meldete außerdem eine strategische Kooperation mit Merck & Co. in der Indikation Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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