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PantherMedia 4610594Anfang des Jahres startete Qiagen seine Einkaufstour mit drei Lizenzvereinbarungen für aussichtsreiche Biomarker, die in therapiebegleitenden Diagnostika bei Lungen- und Darmkrebs wie bei Arthritis zum Einsatz kommen sollen. Nun wurde Qiagen in den USA und Kanada erneut fündig.Wie das Unternehmen jüngst bekannt gab, wurde eine Lizenzvereinbarung mit der Columbia Universität in New York über die Nutzung von FGFR-TACC-Fusionsgenen unterzeichnet. Die geplanten Testverfahren sollen helfen, die verschiedenen Fusionsproteine zu identifizieren, um nachfolgend gezielt wirkende Therapien dagegen zu entwickeln. Vor allem bei der Klassifizierung von Glioblastomen sowie Blasentumoren spielen diese Fusionsproteine eine Rolle. Eine weitere Vereinbarung zur diagnostischen Nutzung der Mutation EZH2 Y641 schloss Qiagen mit der in Vancouver im kanadischen Bundesstaat British Columbia ansässigen Cancer Agency. Damit will Qiagen sicherstellen, Companion Diagnostika für den Nachweis von EZH2 parat zu haben, sobald erste gezielt wirkende Medikame

nte gegen EZH2 marktreif sind. Da gezielt auf die EZH2 Mutation wirkende Medikamente nur bei solchen Patienten wirken, die Träger einer solchen Mutation sind, ist vor einer gezielt wirkenden Therapie der Nachweis zu erbringen. Eine ganze Reihe von Pharma-Firmen entwickeln gerade Wirkstoffe, die bei Patienten mit Lymphdrüsenkrebs auf die genannte Mutation zielen. Vor diesem Hintergrund ist ein prognostischer Test wie der von Qiagen geplante mehr als sinnvoll.

Ausbau der Sparte Companion Tests
Aktuell bietet Qiagen in Europa zehn therapiebegleitende Tests, auch Companion Diagnostics genannt, an. In der Entwicklung befinden sich fünfzehn weitere Projekte, die Qiagen gemeisnam mit verschiedenen Partnern wie beispielsweise Bayer und Pfizer realisieren will.