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Am 2. und 3. März fand die Abschlussveranstaltung des Münchner Spitzenclusters „m4 – Personalisierte Medizin“ statt. Seit 2010 unterstützte das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 57 Forschungsprojekte. Diese widmeten sich der Entwicklung von personalisierten Therapien, neuartigen Diagnostika und innovativen Technologien für die Medikamentenentwicklung.

Nach fünf Jahren endet am 31. März die Förderung des Spitzenclusters durch das BMBF. Der gemeinnützige Verein „m4 – Personalisierte Medizin e.V.“ wird das Netzwerk von Wissenschaft und Industrie fortan weiterführen. Er steht auch weiterhin allen Interessierten offen und hat bereits neue Partner aus ganz Deutschland gewinnen können, etwa Patientenorganisationen.

Auch wirtschaftlich hat der Spitzencluster einen bedeutenden Beitrag zur positiven Entwicklung des Standortes geleistet. Der Umsatz der Biotechnologie-Unternehmen in München stieg von 2008 bis 2013 um 12% auf 3,1 Mrd. EUR. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 20% auf rund 9700. Durch Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums wurde das Programm um Förderungen für angehende Unternehmensgründer erweitert. Im gesamten Förderzeitraum wurden 31 neue Biotechnologieunternehmen gegründet, weitere 11 haben sich in München angesiedelt. Das Programm wird in Zukunft fortgesetzt.

„Wir blicken zurück auf fünf höchst erfolgreiche Jahre“, resümierte Prof. Dr. Horst Domdey, Sprecher der Initiative. „Die mehr als 100 Partner haben ein lebendiges Netzwerk von Industrie, Wissenschaft und Kliniken geschaffen.“ Durch den intensiven Austausch sollten Forschungsergebnisse schneller in die medizinische Anwendung überführt werden. In 12 klinischen Studien wurden neue Therapien erforscht, vor allem gegen Krebs.

„Als nachhaltige Instrumente für die Medikamentenentwicklung in München wurden strukturelle Verbesserungen im Bereich Biobanken, klinische Studien und Datenmanagement geschaffen“, ergänzte Prof. Dr. Christian Peschel, Direktor der 3. medizinischen Klinik am Klinikum rechts der Isar. Der wissenschaftliche Erfolg des Programms zeige sich auch in den 208 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und 105 Doktorarbeiten.

 

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