Der US-Pharmariese Pfizer Deutschland GmbH will seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Deutschland ausbauen und ein erstes konzerneigenes Forschungszentrum errichten. Es gehe nicht nur um Grundlagenforschung, äußerte sich Pfizer-Deutschlandchef Peter Albiez gegenüber Medienvertretern, sondern um die Umsetzung von Forschung in klinische Entwicklung. „Wir wollen am Standort aktiv sein, wir wollen den Standort weiterentwickeln“, so Albiez.

Noch sei das Projekt in einer frühen Phase, konkrete Pläne würden erst noch entwickelt. Es werde noch zwei Jahre dauern, so Albiez weiter. Bislang betreibt Pfizer in Deutschland nur die Entwicklung, also nicht die Forschung. Der Schwerpunkt liegt in der Krebsbehandlung, insgesamt betreibt Pfizer rund 30 klinische Projekte. Dabei arbeitet das Unternehmen vor allem mit der Berliner Charité zusammen.

Das neue Forschungszentrum soll vor allem die klassische Forschungsarbeit vor der klinischen Erprobung am Menschen beherbergen. Mit dem Zentrum will Pfizer das hiesige Forschungswissen nutzen. Das Zentrum soll demnach auch mit anderen Forschungszentren in Deutschland zusammenarbeiten und mindestens 50 Beschäftigte haben. Ein Tool zur Vermarktung von Pfizer-Produkten in Deutschland soll das Zentrum nach Konzernangaben ausdrücklich nicht werden. Ein möglicher Standort wäre Pfizers Deutschland-Sitz Berlin. Aktuell beschäftigt Pfizer an den drei Deutschland-Standorten Berlin, Freiburg und Karlsruhe rund 2000 Mitarbeiter.

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