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PantherMedia 977379Auf 200 Unternehmen will das österreichische Wirtschaftsministerium mit seinem Aktionsplan Biotech die Zahl der Biotech-Companies in den nächsten fünf Jahren erhöhen. Dafür nimmt das Wirtschaftsministerium bis 2015 rund 50 Mio. Euro in die Hand, und verdoppelt damit nach eigenen Angaben die jährliche Förderung in diesem Sektor.

Die Gründe liegen auf der Hand, der Biotech-Sektor wird auch in Österreich zu einem immer wichtigeren Faktor für einen innovativen Wirtschaftsstandort. Das Wirtschaftsministerium zählt dabei auf die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die für die Umsetzung des Aktionsplans zuständig sein wird. Erstes Ziel werden die seltenen Erkrankungen sein, für die ab sofort ein Programm zu Prävention, Diagnose und Therapie eingerichtet werden soll. Für solche Nischenprojekte werden nun zusätzliche Mittel zugesichert, 10 Mio. Euro noch in diesem Jahr, 20 Mio. für 2014 und 2015.

Mit der aktuellen Ausschreibung des FFG-Programmes „Research Studios“ läuft parallel ein Schwerpunkt im Bereich der Lebenswissenschaften. Research Studios sind kleine und flexible Forschungseinheiten, die sich der Anwendung und Umsetzung von Forschungsergebnissen in Unternehmen widmen. Für dieses Programm stellt das Wirtschaftsministerium zunächst einmal 16,8 Mio. Euro zur Verfügung. Außerdem plant man eine bessere Finanzierung von Start-Ups, dafür wurden zwei Fonds bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) aufgelegt, die langfristig 110 Mio. Euro verfügbar machen sollen.

Laut Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner soll mit diesem Ansatz die langjährige Schwäche des österreichischen Innovationssystems beseitigt werden, denn mehr Risikokapital für junge Unternehmen bedeute auch mehr Innovation für Österreich. Auch das neue Seedfinancing-Programm, das 50 Prozent der jährlich verfügbaren Finanzmittel für Life Science Start-Ups reserviert, soll fortgeführt werden. Der Aktionsplan wurde von Reinhold Mitterlehner, dem Molekularbiologen Josef Penninger und dem Apeptico-Chef Bernhard Fischer in Wien vorgestellt. „Mit unserer Initiative wollen wir das große Potential von innovativen Biotech-Unternehmen stärker nutzen und gleichzeitig die Erforschung seltener Krankheiten vorantreiben, begründet Mitterlehner die Initiative.“ Dies würde langfristig sowohl dem Wirtschaftsstandort Österreich als auch den rund 400.000 Bürgern und Bürgerinnen, die von einer seltenen Erkrankung betroffen seien, helfen.