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Quelle/Rechte: Blueprint Medicines

Auf Onkologie liegt der Schwerpunkt des Schweizer Venture Capital Investors Nextech Invest AG. Aus diesem Grunde hat sich der in Zürich ansässige Venture Capital Investor nun auch an der Finanzierung des Bostoner Biotechnologie Unternehmens Blueprint Medicines beteiligt. Neben dem Lead-Investor Nextech beteiligten sich an der Serie-B Finanzierungsrunde, die stolze 25 Mio. USD in die Blueprint Kasse spülte, auch der Gründungsinvestor Third Rock Ventures, Fidelity Biosciences sowie der Biotech Value Fund, L.P., Casdin Capital, LLC sowie einige andere Kapitalgeber.

Genetische Veränderungen die zur Entstehung von Krebs führen sind das Hauptthema bei Blueprint Medicines. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf bestimmte Enzyme, die Phosphatgruppen-übertragenden Kinasen, die in vielen Stoffwechselwegen an der Weiterleitung und Verstärkung von Signalen beteiligt sind. Im Falle von Mutationen in den Genen der Kinasen können Stoffwechselwege dauerhaft aktiv oder überaktiv sein. Handelt es sich zum Beispiel um Wachstumssignale kann in der Folge Krebs entstehen.

Erste klinische Studien für 2015 geplant

Zu den wichtigsten Produkten in der Entwicklung zählt der erste selektive Hemmer der KIT D816V Mutation. Diese Genmutation ist  Auslöser von systemischer Mastozytose, spielt aber auch bei einer definierten Patientengruppe mit gastrointestinalen Stroma-Tumoren (GIST) eine Rolle. Auch Leberzellkrebs-Patienten mit einer FGF19 Amplifikation – die nachweislich Auslöser für Leberkrebs sein soll – verspricht Blueprint Medicines, mit dem ersten bisher bekannten isoform-selektiven FGFR4-Hemmer, Hilfe. Da FGF19 der Ligand des Rezeptors FGFR4 ist, verhindert dessen Hemmung eine Bindung zwischen beiden und lässt sich therapeutisch nutzen.

Die frischen finanziellen Mittel dienen der Weiterentwicklung dieser hoffnungsvollen Programme. So sollen erste klinische Studien hoffentlich wie geplant in 2015 starten. Neben einer Minimierung der Toxizität, verspreche dieser Ansatz auch eine Verbesserung der Überlebenschancen der Patienten, so Thilo Schroeder von der Nextech Invest AG in der Presseerklärung. Nextech besitzt zwei Onkologie-Fonds mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio. USD und hat sich bisher an elf Unternehmen beteiligt. Drei der elf Beteiligungen wurden verkauft, zwei davon gingen jüngst an die Börse. Bei seinen Investitionsentscheidungen vertraut das Schweizer Unternehmen u. a. auf Professor David Livingston, Deputy Director Dana-Farber Cancer Institute/Harvard Cancer Center.

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