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Das in der bayerischen Landeshauptstadt ansässige Münchner Leukämielabor (MLL) ist als hochmodernes Diagnostik- und Forschungslabor für Leukämie- und Lymphomerkrankungen bekannt. MLL ist nun eine Partnerschaft mit IBM (NYSE: IBM) und Illumina, Inc. (NASDAQ: ILMN) eingegangen, um einen neuen Prototypen kognitiver Technologie auf den Weg zu bringen und die wissenschaftliche Entwicklung von Therapiemöglichkeiten gegen Leukämie zu unterstützen.

Die Prävalenz von Leukämien steigt in Europa stetig an und erreicht allein in Deutschland jährlich 15.000 Neuerkrankungen. MLL will mithilfe der NovaSeq-Technologie von llumina, Marktführer in Next Generation Sequencing (NGS), Proben aus mehr als 500.000 Fällen seiner Biobank sequenzieren. Die Forscher am MLL wollen die so erhaltenen Genomdaten, sowie weitere Daten, anschließend mittels IBM Watson analysieren. Im Projekt sollen innovative Testverfahren wie automatisierte Phänotypisierung und Genotypisierung, einschließlich Whole Genome Sequencing (WGS) und Transcriptome Sequencing (RNASeq) bei 5.000 Fällen zum Einsatz kommen.

Watson: Hilfe für Ärzte bei der Leukämiebehandlung

Letztendlich soll der Prototyp einer Watson-basierten Technologie entwickelt werden, mit dem sich genomische und phänotypische Daten im Kontext der medizinischen Literatur, der Leitlinien und anderer Studienergebnisse besser auswerten lassen, um Ärzten relevante Informationen für die Leukämiebehandlung bereitzustellen. Nach erfolgreicher Entwicklung könnte das Tool in Zukunft auch weiteren Laboren zur Verfügung gestellt werden.

MLL wird Illuminas BaseSpace Informatics Suite nutzen, um die Optimierung von Analyse, Lagerung, Pflege und Aggregation seiner Daten zu ermöglichen. Der BaseSpace Sequence Hub in Frankfurt wird auch das Management wachsender Datenmengen unterstützen und den Datentransfer zu IBM Watson erleichtern. Durch eine zusätzliche Tertiäranalyse mittels BaseSpace Cohort Analyzer und BaseSpace Correlation Engine sind die Genomdaten des MLL mit anderen klinischen Daten kombinierbar und die Interpretation der Ergebnisse kann verbessert werden.

Kognitive Technologie soll Diagnostikern helfen

„Kognitive Computertechnologien helfen Anbietern diagnostischer Leistungen, Erkenntnisse aus den großen Datenpools zu gewinnen und ihre Expertise im globalisierten Markt durch digitale Serviceleistungen anzupassen“, sagt Bart de Witte, Geschäftsbereichsleiter Digital Health von IBM Deutschland. „Diese Forschungskooperation zeigt den weltweit wachsenden Markt zur Entwicklung und Einführung neuer kognitiver Systeme, um die datengetriebenen Herausforderungen im Gesundheitssystem angesichts immerzu steigender Datenmengen zu meistern.“

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