Die MorphoSys AG und die Emergent BioSolutions Inc. beginnen eine gemeinsame klinische Phase 1-Studie, welche die Sicherheit, Verträglichkeit und klinische Aktivität des Wirkstoffs MOR209/ES414 bei Patienten mit metastasierendem, kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) untersuchen soll. Gemäß den Vertragsvereinbarungen zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung des Wirkstoffs löst der Studienstart eine Meilensteinzahlung von fünf Mio. USD an Emergent aus.

Bei MOR209/ES414 handelt es sich um eine Immuntherapie, die von Emergent mit Hilfe ihrer firmeneigenen ADAPTIRTM-Plattform entwickelt wurde. Wie präklinische in vitro- und in vivo-Studien gezeigt haben, lenkt MOR209/ES414 zytotoxische T-Zellen gegen Krebszellen, die das Prostata-spezifische Membran-Antigen (PSMA) exprimieren.

Arndt Schottelius, Entwicklungsvorstand der MorphoSys AG, erklärte: „MOR209/ES414 hat das Potenzial, einen dringenden medizinischen Bedarf im Bereich Prostatakrebs abzudecken. Wir sind deshalb sehr erfreut, dass dieser Wirkstoff wie erwartet Anfang 2015 in die klinische Entwicklung voranschreitet“, so Schottelius. „Damit befinden sich nun vier klinische Kandidaten in unserem wachsenden firmeneigenen Medikamentenportfolio, und die Gesamtzahl aller klinischen Programme in unserer Pipeline erhöht sich auf 23.“

Die Studie wird in zwei Stufen durchgeführt. Das primäre Ziel der Stufe 1 ist es, die maximal verträgliche Dosis für MOR209/ES414 bei Patienten mit metastasierendem, kastrationsresistentem Prostatakrebs festzustellen. In Stufe 2 steht die Evaluierung der klinischen Aktivität in Patienten, die zum Teil eine vorangegangene Behandlung in Form einer Chemotherapie erhalten haben, als primäres Ziel im Vordergrund. Die unverblindete Phase 1-Studie wird in Klinikzentren in den USA und Australien durchgeführt und soll bis zu 130 Patienten einschließen.

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