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Die Morphosys AG hat positive Geschäftszahlen für 2015 zugelegt. In der Folge erholte sich die Unternehmensaktie: So legte am Mittwochnachmittag der Kurs um über 8% auf bis zu 41,06 EUR zu. Dem war nicht immer so: So hatte der Wert des Papier in seit Jahresbeginn um bis zu 41% verloren und lag zeitweilig unter 34 EUR. Damit wies die Morphosys-Aktie eine der schlechtesten Entwicklungen im TecDAX aus.

Nach den nun vorgelegten Bilanzkennzahlen verbuchte das Unternehmen 2015 einen Umsatzgewinn von 66% und lag bei 106,2 Mio. EUR. Das EBIT wies demnach einen Wert von 17,2 Mio. EUR. Im Jahr 2014 hatte Morphosys hier noch einen Verlust von -5,9 Mio. EUR verzeichnet. Die Verantwortlichen wiesen darauf hin, dass diesen Zahlen erheblich vom Einmaleffekt aus der Beendigung der Kooperation mit Celgene beeinflusst sind.

Von Seiten verschiedener Analysten wurde der positive Ausblick des Managements betont. Wichtige Veröffentlichungen von Studiendaten zu den Wirkstoff-Kandidaten Bimagrumab und Guselkumab seien für 2016 bestätigt worden. So verwies Morphosys auf ermutigende klinische Phase 2-Daten der wichtigsten Krebsprogramme MOR208 und MOR202 in den Blutkrebs-Indikationen Non-Hodgkin Lymphom (NHL) und chronische lymphatische Leukämie (CLL) (MOR208) sowie dem multiplen Myelom (MOR202). Insgesamt wurde die Produkt-Pipeline im vergangenen Jahr auf 103 therapeutische Programme (89 bei Partnern, 14 firmeneigene) ausgebaut, von 94 Programmen Ende 2014 (84 bei Partnern, 10 firmeneigene).

Große Hoffnungen werden in das Mittel Bimagrumab gesetzt, welches gegen die Muskelerkrankung sIBM eingesetzt werden soll. Das Mittel wird in Kooperation mit dem Schweizer Pharma-Konzern Novartis entwickelt. Die Zulassung soll noch in diesem Jahr bei den Behörden beantragt werden, eine Markteinführung wird für 2017 erwartet. Ein weiterer Zulassungsantrag wird für das Schuppenflechte-Mittel Guselkumab erwartet, welches in Kooperation mit Janssen entwickelt wird. Auch Guselkumab soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Ein weiterer hoffnungsvoller Kandidat ist Gantenerumab gegen Alzheimer. Hier kooperiert Morphosys mit dem Schweizer Konzern Roche.

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