Die Morphosys AG aus Martinsried hat für das zweite Quartal höhere Verlustzahlen bekanntgegeben. Aufgrund von vermehrten Forschungskosten stand am Ende ein Verlust von 6,7 Mio. EUR vor Zinsen und Steuern (Ebit) zu Buche, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten allerdings mit deutlich höheren Verlusten gerechnet. Insgesamt ging der Umsatz um ein Sechstel auf rund 12,2 Mio. EUR zurück. Vor allem für die Medikamentenentwicklung hatte Morphosys zuletzt höhere Ausgaben getätigt.

Für das Gesamtjahr 2015 rechnet das Biotech-Unternehmen nun mit einem Umsatz von 101 bis 106 Mio. EUR und einem operativen Gewinn zwischen 9 und 16 Mio. EUR. Darin enthalten ist jedoch eine Einmal-Zahlung des US-Konzerns Celgene, die nach Beendigung der Zusammenarbeit im März fällig wurde. Beide Unternehmen hatten zuvor gemeinsam an der Entwicklung eines Antikörpers zur Behandlung von Krebserkrankungen der Plasmazellen bearbeitet.

Weiterhin gab Morphosys den Erhalt einer Meilensteinzahlung durch den Schweizer Pharma-Konzern Novartis bekannt, die durch den Beginn einer klinischen Phase 1-Studie mit dem HuCAL-Antikörper ausgelöst wurde. Der HuCAL-Antikörper wird im Bereich der Bluterkrankungen entwickelt. Es handelt sich dabei um den elften Antikörper basierend auf Morphosys‘ Technologien, den Novartis in klinischen Studien prüft. Die in diesem Zusammenhang erhaltene Meilensteinzahlung wurde ebenfalls im zweiten Quartal 2015 verbucht.

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