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Das deutsche Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck KGaA hat das Jahr 2015 mit Rekordzahlen abgeschlossen. Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen liegen so hoch wie noch nie in der beinahe 350-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Die Umsatzerlöse des Merck-Konzerns kletterten nach Unternehmensangaben 2015 um 13% auf 12,8 Mrd. EUR(2014: 11,4 Mrd. EUR) nach oben. Dabei wirkten sich die Akquisitionen von AZ Electronic Materials und Sigma-Aldrich mit 4,3% auf das Umsatzwachstum aus. Auch organisch erzielte Merck 2,6% mehr Umsatz als im Vorjahr. Günstige Währungseffekte, vor allem bedingt durch die Stärke des US-Dollar, trugen mit 6,2% zum Umsatzwachstum bei.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,6% auf 1,8 Mrd. EUR (2014: 1,8 Mrd. EUR). Das EBITDA vor Sondereinflüssen wuchs um 7,1% auf 3,6 Mrd. EUR und lag damit, vor allem getragen von den Unternehmensbereichen Life Science und Performance Materials, deutlich über dem Vorjahr (2014: 3,4 Mrd. EUR).

Das den Merck-Anteilseignern zustehende Konzernergebnis sank allerdings um -3,7% und liegt bei 1,1 Mrd. EUR (2014: 1,2 Mrd. EUR). Hierzu trugen Einmalaufwendungen im Zuge der Sigma-Aldrich-Akquisition und -Integration sowie höhere Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Übernahme bei.

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 5,9% auf 4,87 EUR (2014: 4,60 EUR). Nach Angabe von Merck ist geplant, die Dividende um 5 Cent auf 1,05 EUR je Aktie zu erhöhen.

Der Unternehmensbereich Life Science verzeichnete 2015 bei steigender Profitabilität einen Umsatzsprung um 25,1% auf 3,4 Mrd. EUR (2014: 2,7 Mrd. EUR). Neben dem organischen Wachstum von 6,5% und günstigen Währungseffekten trugen hierzu vor allem akquisitionsbedingte Steigerungen von 10,2% bei, die aus dem Zukauf von Sigma-Aldrich resultieren. Mit 30% erzielte das Segment zudem ein höheres EBITDA vor Sondereinflüssen von 856 Mio. EUR (2014: 659 Mio. EUR).

Für 2016 rechnet Merck mit einem leichten organischen Umsatzwachstum und geht infolge der Akquisition von Sigma-Aldrich beim Umsatz zudem von einem positiven Portfolioeffekt im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Aufgrund der erwarteten operativen Entwicklung und dem Zukauf von Sigma-Aldrich rechnet der Konzern im laufenden Jahr mit einem weiteren Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

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