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Der diesjährige Medizin-Nobelpreis geht an drei Neurowissenschaftler. Der US-Amerikaner John O’ Keefe sowie das norwegische Forscherehepaar May-Britt und Edvard Moser dürfen sich über die begehrte Auszeichnung freuen. Sie erhalten den Preis für die Entdeckung von spezialisierten Zellen, die ein Positionierungssystem im Gehirn von Tieren bilden. „Es ist ein Preis für eine grundlegende Entdeckung dessen, wie unser Gehirn funktioniert“, sagte Göran K. Hansson, Sekretär des Nobel-Komitees.

Ausgezeichnet werden damit grundlegende Forschungsarbeiten aus der Neurophysiologie, die zudem eine besondere medizinische Relevanz haben. Spezialisierte Zellen im Gehirn  werden aktiv, wenn sich ein Tier in bestimmte Richtungen bewegt. Im Zusammenspiel erstellen sie, so die Vermutung, eine Art Karte der räumlichen Umgebung.

Mit den Hirnzellen, die für die Orientierung im Raum sorgen, hat das Nobel-Komitee in diesem Jahr grundlegende Erkenntnisse aus der Tierphysiologie ausgezeichnet. Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese Zellen auch bei Menschen existieren. Gerade bei Patienten mit Alzheimer ist der Hippocampus und der Entorhinale Cortex in einem frühen Krankheitsstadium betroffen. Die betroffenen Patienten leiden oft unter Orientierungsproblemen. Das Verständnis der neuronalen Architektur und Funktionen könnte künftig dazu beitragen, neurodegenerative Erkrankungen besser zu behandeln.

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