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2013 war ein gutes Jahr für die Martinsrieder Medigene AG, die sowohl die Gesamterlöse (+21%) und das Jahresergebnis aus fortgeführten Aktivitäten (+31%) im vergangenen Geschäftsjahr zweistellig steigern konnte. Und auch das laufende Geschäftsjahr verspricht ähnlich positiv zu verlaufen. Neben einer erneuten Steigerung des Umsatzes ist eine signifikante Reduktion des EBITDA-Verlustes für 2014 anvisiert.

Zahlen im Detail

Die Umsatzerlöse des Medikaments Veregen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 24% auf 4,2 Mio. EUR im Jahr 2013. Bei den Lizenzeinnahmen aus den Umsatzbeteiligungen an Veregen legte Medigenes Anteil um fast die Hälfte auf 2,6 Mio. EUR zu. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen lag das Plus im Vergleich zum Vorjahr bei 17%. Bei den Gesamterlösen für 2013 konnte Medigene ein Plus von 21% auf 7,6 Mio. EUR melden.

Die operativen Kosten blieben weitgehend stabil, der EBITDA-Verlust aus fortgeführten Aktivitäten ging um rund 12% auf 8,3 Mio. EUR zurück. Ebenso verringerte sich der Jahresverlust aus fortgeführten Aktivitäten um 31% auf nun 10,3 Mio. EUR.

Der Cash-Bestand zum Ende des Geschäftsjahres lag mit 10,2 Mio. EUR nur etwa halb so hoch wie zum 31.12.2012. Die Prognose des Biotechnologie-Unternehmens gemäß 9-Monatsbericht 2013 hatte bezüglich der Gesamterlöse bei rund 8 Mio. EUR und in Bezug auf den EBITDA-Verlust bei rund 9 Mio. EUR gelegen.

Ausblick für 2014

Bei den Veregen-Umsätzen geht Medigene für das laufende Geschäftsjahr von einem erneuten Zuwachs der Gesamterlöse aus. Die Prognose liegt aktuell bei 5 bis 6 Mio. EUR. Weitere Umsätze sollen laut Presseerklärung vor allem aus Erstattungen des Partners SynCore für die EndoTAG-1 Entwicklungskosten kommen. Weiterhin werden wohl Erlöse aus nicht zahlungswirksamen Zahlungen aus einer Transaktion mit dem ehemaligen Arzneimittel Eligard sowie anteilige Vorauszahlungen und Meilensteinzahlungen aus Partnerschaften erwartet.

Beim EBITDA-Verlust sieht Medigene für 2014 eine deutliche Verringerung: Es ist ein Rückgang des EBITDA-Verlustes auf 4 bis 6 Mio. EUR anvisiert. Die Finanzierung des Unternehmens sollte laut Management bis Q2/2015 gesichert sein. Über diesen Zeitpunkt hinaus seien verschiedene Szenarien zur weiteren Finanzierung im Gespräch. Als Möglichkeiten würden Fördermittel, zusätzliche Partnerschaften mit diversen Unternehmen aus der Pharma- oder Biotech-Branche oder Kapitalmaßnahmen in Betracht gezogen.

US-Patentschutz für Trianta-Prozess

Erst vor kurzem konnte Medigene sein Programm „Dendritische-Zellvakzine“ durch ein neues Patent stärken. Das unter der Patent Nr. 8,679,840 und dem Titel „Composition for the preparation of mature dendritic cells“ laufende US-Patent schützt den Prozess zur Herstellung reifer dendritischer Zellen, Immunzellen – Grundlage der therapeutischen Impfung. Der nun patentgeschützte Prozess wurde von Trianta Immunotherapies entwickelt, die 100%-ige Tochter wurde erst im Januar von Medigene übernommen. Das neue Patent mit einer Laufzeit bis 2027 wurde vom Helmholtz Zentrum München exklusiv an Trianta lizenziert.

 

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