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Weitreichende Veränderungen kündigen sich bei der Medigene AG (Frankfurt: MDG 1) an: So hat der Aufsichtsrat des Unternehmens mit Wirkung zum 1. Februar 2016 Dolores Schendel zur neuen Vorstandsvorsitzenden der Medigene AG ernannt. Schendel ist seit Mai 2014 als Chief Scientific Officer Mitglied des Vorstands. Sie war Mitgründerin der Trianta Immunotherapies GmbH (heute Medigene Immunotherapies GmbH), die Anfang 2014 von der Gesellschaft übernommen wurde und deren Immuntherapie-Plattformen die Grundlage für Medigenes wissenschaftliche Strategie bilden.

Hintergrund der Entscheidung sei die bessere Anpassung der Organisationsstruktur an die strategischen Ziele des Unternehmens im Bereich Immunonkologie und der Ausbau der Präsenz von Medigene in den USA. Der bisherige CEO Frank Mathias hat sich nach Angaben des Unternehmens entschieden, neue Aufgaben außerhalb der Gesellschaft zu übernehmen. Allerdings bleibt er bis zum Auslaufen seines Vertrags am 31. März 2016 Mitglied des Vorstands der Gesellschaft und soll anschließend in den Aufsichtsrat der Medigene AG wechseln. .

Darüber hinaus wird Dave Lemus, bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Medigene AG, mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der Gesellschaft wechseln und die neu geschaffene Funktion des Chief Operating Officer übernehmen. Zudem soll Lemus CEO der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Medigene Inc. werden. Lemus bekleidete bis vor kurzem die Funktion des CEO bei der US-Firma Sigma Tau Pharmaceuticals Inc. Vor seiner Position bei Sigma Tau war Dave Lemus CFO der MorphoSys AG, wo er für die Durchführung des ersten deutschen Biotech-Börsengangs im Jahr 1999 zuständig war.

Medigene komplementäre Therapieplattformen zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien mit Projekten in der klinischen und präklinischen Testung. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung personalisierter, T-Zell-gerichteter Immuntherapien. Erst vor wenigen Tagen hatte Medigene einen Vertrag zum Erwerb aller Vermögensgegenstände zu EndoTAG und zum vollständigen Transfer von EndoTAG mit dem taiwanesischen Unternehmen SynCore Biotechnology abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Lizenzvereinbarung aus dem Jahr 2013 ersetzen soll.

Ergänzend zu den bereits von SynCore erhaltenen Lizenzzahlungen und den Emissionserlösen für Medigene-Aktien in Höhe von insgesamt 6,3 Mio. EUR erhält Medigene mit Abschluss des neuen Vertrags einen Betrag von 5 Mio. EUR, welcher in fünf jährlichen Raten bezahlt wird. Darüber hinaus hat Medigene Anspruch auf weitere Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen für EndoTAG-1. Die Übertragung der Rechte erfolgt Anfang 2016 mit Eingang der ersten Zahlung, somit hat der Vertrag keine Auswirkung auf Medigenes Finanzprognose für 2015.

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