Endlich startet die MagForce AG mit ihrer Nanotherapie NanoTherm in die neu initiierte klinische Studie zur Evaluierung der Therapie beim Glioblastom. Laut einer Mitteilung wurde jüngst der erste Patient in die Studie MF 1001 eingeschlossen. MF 1001 ist eine offene, randomisierte und kontrollierte klinische Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit der NanoTherm Therapie. Die Studie testet NanoTherm als Monotherapie und in Kombination mit der beim Glioblastom konventionellen Bestrahlungstherapie. Als Vergleichsgruppe dienen Patienten, die nur die konventionelle Radiotherapie erhalten. Einschlusskriterium ist ein diagnostiziertes Glioblastom nach einem ersten Rückfall.

Krebszellen verkochen
Während der Therapie mit NanoTherm werden superparamagnetische Eisenoxid-Nanoteilchen in den Hirntumor injiziert. Diese heizen sich durch die Bewegungen in einem schnell wechselnden Magnetfeld des NanoActivators auf und die Hitze zerstört bestenfalls die Krebszellen. Der erste Patient der Studie wurde nun am Universitätskrankenhaus in Münster, wo die Studie in der Abteilung Neurochirurgie durchgeführt wird, eingeschlossen. Prof. Stummer, Direktor der Neurochirurgie in Münsterzeigte sich erfreut darüber, das erste Studienzentrum zu sein, das im Rahmen der MF-1001-Studie mit der Patientenrekrutierung begonnen habe. Für Stummer sei es extrem wichtig, dass vor allem die Mediziner mehr Erfahrung mit der NanoTherm-Therapie gewännen. Stummer hoffte außerdem, den Wert der neuen Therapie für Glioblastom-Patienten nach einem Rückfall bestätigen zu können.

Verifizierung der Daten
Hoda Tawfik, bei MagForce für die erfolgreiche Weiterentwicklung der NanoTherm-Therapie verantwortlich, sieht den frühen Input der Meinungsführer aus der Neuroonkologie und der Neurochirurgie als den entscheidenden Faktor einer gelingenden klinischen Studie. Die Glioblastom-Studie wurde deshalb auf Basis des Inputs der „Key Opinion Leaders“ entworfen. Mit der Rekrutierung des ersten Patienten sieht Tawfik einen wichtigen Schritt in Richtung Einführung der Therapie in die Klinik, nachdem NanoTherm in früheren klinischen Studien bereits positive Ergebnisse erbracht hatte. Diese Ergebnisse sollen nun einer größeren Anzahl von Patienten verifiziert werden. Bis dato wurden drei Studienzentren mit einem eigenen NanoActivator ausgestattet. Drei weitere Zentren injizieren lediglich die Nanopartikel in den Tumor, deren Erhitzung im NanoActivator wird dann im nächsten Zentrum mit NanoActivator durchgeführt. In den nächsten Monaten möchte MagForce aber noch weitere Studienzentren erschließen, um die Patientenanzahl über die kritische Schwelle einer validen Studie zu bringen.

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