Der britische Krebsspezialist Mission Therapeutics freut sich über knapp 24 Mio. EUR an frischem Kapital. Neben Sofinnova Partners, Imperial Innovations, S.R. One und dem Roche Venture Fund, schloss sich auch Pfizer Venture Investments der aktuellen Finanzierungsrunde an. Mission Therapeutics ist ein Spin-off des Steven Jackson Laboratoriums am Gurdon Institut.

Die Firma versucht sich an neuartigen Hemmstoffen für DUBs, das sind proteinspaltende Enzyme die das Protein Ubiquitin von Proteinen und anderen Faktoren im Körper abspalten. Ubiquitin ist in allen Zellen mit Zellkern – also ubiquitär – vorhanden. Die Bindung und Abspaltung von Ubiquitin an bestimmte Faktoren im Stoffwechsel wurde jüngst als ein Schlüsselmechanismus bei der Antwort auf DNA-Schädigungen entdeckt. Mit seinen DUB-Inhibitoren möchte Mission Therapeutics den Reparaturprozess für DNA in Krebszellen ausschalten und diese so in den Zelltod treiben.

Synthetische Letalität treibt Krebszellen in den Zelltod
Gegenwärtig besitzt Mission Therapeutics einige präklinische Kandidaten, die auf den Ubiquitin Stoffwechselweg zielen. Ziel ist es, diese zu Wirkstoffen gegen bisher nur schwer zu therapierende Tumore zu entwickeln. Das frische Kapital soll nun die ersten Schritte in diese Richtung ermöglichen. Die Wissenschaftler bei Mission Therapeutics nennen das komplette Versagen der DNA-Reparatur, ausgelöst durch die Hemmung von DUBs, „synthetische Letalität“. Das Unternehmen besitzt Vereinbarungen mit der Universität von Cambridge und Cancer Research Technologie, in deren Rahmen es Zugriff auf aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse, spezielles Know-how und auch auf Teile des intellektuellen Eigentums hat.

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