Die öffentlichen Mittel für das Programm „KMUinnovativ Biotechnologie-BioChance“ sind seit 2012 um 18% gesunken. Das Programm, welches eine wesentliche Säule der Wachstumsfinanzierung für Biotechnologie-Unternehmen darstellen soll, wurde 2014 mit rund 24 Mio. EUR gefördert. Im Vergleich dazu gab der Bund im Jahr 2012 noch 29,2 Mio. EUR für diese Maßnahme aus. Dies ergibt die detaillierte Auswertung der Kleinen Anfrage „Förderung der Innovationstätigkeit in der Biotechnologie“ der LINKEN-Fraktion.

Demnach sanken nach Angaben des Bundesfinanzministeriums die Ausgaben für die gesamte Projektförderung in Forschung und Entwicklung in den Lebenswissenschaften durch das Bundesforschungsministerium seit 2012 um 8,5% und liegen mit rund 496 Mio. EUR im Jahr 2014 sogar unter dem Wert für 2010 (501 Mio. EUR).

Entsprechend warnte der Branchenverband BIO Deutschland vor weiteren Kürzungen. „Es ist sehr ärgerlich und der ohnehin zögerlichen Gründungsbereitschaft für neue innovative Biotechnologie-Unternehmen abträglich, dass die für die Biotechnologie so wichtige Projektförderung stark zurückgegangen ist“, kommentierte Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender von BIO Deutschland. „Die Biotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie und für den Innovationsstandort Deutschland ausgesprochen wichtig“ appellierte Heinrich. „Da das Investitionsklima noch immer nicht ausreichend förderlich für den innovativen Mittelstand ist, empfehlen wir dringend, die Fördermittel wieder mindestens auf das frühere Niveau anzuheben.“

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