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Auf dem Kapitalmarkt in USA herrscht Zuversicht und Risikobereitschaft von der auch deutsche Firmen profitieren. Wie können deutsche Unternehmen an US-amerikanisches Kapital gelangen und wie Präsenz zeigen? Das war eine der zentralen Fragen auf dem Innovation Congress „Biotech made in Germany“ anlässlich des 20 Jubiläums im Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) in Planegg/Martinsried.

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Panel zum Thema „Was folgt nach der Gründungsfinanzierung?“

Wir brauchen „Köpfe, den richtigen Ort und Kapital“, forderte Dr. Peter Zobel, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft IZB mbH. Bei der ersten Podiumsdiskussion ging es um die Frage „Was folgt nach der Gründerfinanzierung?“ Darüber diskutierten Prof. Dr. Horst Domdey, Dr. Simon Moroney, Dr. Marion Jung, Stefan Höfer und Dr. Georg Ried. Einig waren sich die Teilnehmer vor allem in einem Punkt: Deutsche Unternehmen müssen sich Mühe geben um präsent zu sein. „Die Deutschen haben Angst vor dem Erfolg“, erklärte die Geschäftsführerin der Chromotek GmbH Dr. Marion Jung. In Amerika gibt es ausreichend Kapital, die hiesigen Unternehmen müssen  sich nur besser verkaufen, so der Tenor. Der Geschäftsführer des LMU Entrepreneurship Center Andy Goldstein ergänzte, dass die deutsche Biotechnologie „Best of both worlds“ nutzen solle.

Ein Vergleich von internationaler und deutscher Biotechnologie erfolgte in der zweiten Podiumsdiskussion mit Dr. Patrick Baeuerle, Dr. Hubert Birner, Dr. Johannes Frühauf, Andy Goldstein, Dr. Michael Koeris und Dr. Werner Lanthaler. „Alle schimpfen über Venture Capital. Wir brauchen ein neues Finanzierungsmodell, das Deutschlands Strukturen gerecht wird“, forderte Geschäftsführer der TVM Capital GmbH Dr. Birner.

Wagniskapitalfinanzierer wie TVM, deren letztes Investment in Deutschland im Jahr 2009 erfolgte, wollen sich wieder gezielt im Land engagieren. „Wir werden in der kommenden Woche ein Investment in München veröffentlichen, das bei rund 22 Mio. Euro liegen wird“, erklärte Dr. Birner in der Runde.

Außerdem dürfe man laut Konsensmeinung die deutsche Biotechnologie nicht kaputt reden. Abschließende Worte zur Medizin der Zukunft kamen von dem Geschäftsführer der Dievini Hopp BioTech Holding, Friedrich von Bohlen: „In Zukunft wird kein Mensch an molekularen Krankheiten sterben“ und  „im Gesundheitswesen befinden wir uns am Anfang einer Aufwärtskurve“.

Im Anschluss  netzwerkte man noch im Faculty Club des IZBs mit Blick auf die Alpen und stieß auf 20 Jahre IZB an.

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