Nachdem der Stada-Konzern die Senkung seiner Jahresziele bekannt gab, fiel die Aktie am gestrigen Handelstag um mehr als 14% auf 29,40 EUR. Das entspricht einem Kursverlust um 14% und bedeutete somit ein Elfmonatstief.

Laut Aussagen des Stada-Managements seien die Ursachen der verschlechterten Prognose bei der Krim-Krise zu suchen: Der Vorstand des Pharmaherstellers führt die starke Abwertung des russischen Rubels und der ukrainischen Griwna als Gründe an. Ebenso sei die Kaufzurückhaltung der russischen Kunden, die Medikamente größtenteils selbst zahlten und immerhin ein Fünftel von Stadas Generika-Umsatz ausmachten, schuld an der niedrigeren Geschäftsprognose. Dementsprechend seien ein Umsatzzuwachs um 7% und ein ursprünglich angepeilter Gewinnzuwachs um ein Drittel nicht mehr zu halten.

Betrachtet man die Prognosen für das Gesamtjahr, die Stada noch zu Beginn des Monats angeführt hatte, kommen Zweifel an der Erklärung des Unternehmens auf: Trotz der politischen Entwicklungen in Russland hatte der Generika-Hersteller damals nämlich seine Prognosen noch bekräftigt.

Derzeit notiert die Aktie bei 31,83 EUR und hat sich bereits um 3% vom Kursrutsch erholt.

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