NovaPump-Katheterlabor
Die NovaPump Technologie ist ein Fortschritt in der interventionellen Kardiologie. Quelle: NovaPump GmbH

Über eine erfolgreich abgeschlossene Erstrundenfinanzierung mit den Hightech-Gründerfonds freut sich die aus Jena stammende Medizintechnik-Firma NovaPump GmbH. Die Mittel dienen der weiteren Entwicklung eines katheterbasierten Verfahrens, mit Endziel CE-Zulassung in 2016.

Das Gründerteam, bestehend aus dem Kardiologen Markus Ferrari, der auch der Erfinder der NovaPump Technologie ist, und Gesellschafter und Ingenieur Roland Reich, hat mit NovaPump ein katheterbasiertes Verfahren zur Rechtsherz- und biventrikulären Unterstützung entwickelt, das signifikante Vorteile gegenüber heutigen Standardverfahren bietet. Basis der NovaPump-Technologie ist das seit langem etablierte katheterbasierte intraaortale Gegenpulsationsverfahren, das in der interventionellen Kardiologie ein Standardverfahren in der Notfallmedizin darstellt. Dieses Verfahren hat Ferrari um einen patentierten Pumpkatheter mit einer speziellen Ventillösung ergänzt und so die NovaPump-Technologie erschaffen.

Das neue Verfahren lässt sich nun erstmals für den rechten Ventrikel einsetzen und eignet sich deshalb zur Notfallbehandlung von Patienten mit Rechtsherzinsuffizienz sowie für solche mit Rechtsherzversagen nach Hinterwandinfarkt. Laut Ingenieur Reich wird durch das neue Verfahren eine Pumpunterstützung für die Akutmedizin erreicht, die ganz deutlich über den heute üblichen Pumpvolumina des Stand-alone-intraaortalen Gegenpulsationsverfahrens (IABP) liegt. Trotz den Fortschritten in der Notfallmedizin von Herzpatienten liege nämlich die Mortalitätsrate bei akuter Rechtsherzinsuffizienz und isoliertem Rechtsherzinfarkt in den Industrienationen jährlich noch über 50%, so Reich. Wir sehen unser Ziel, die Produktzulassung für 2016 zu erhalten, als realistisch an und sind davon überzeugt, die NovaPump Technologie wird in Zukunft viele Patientenleben retten, die heute, trotz großer Fortschritte in der Medizin, noch nicht gerettet werden können, so Kardiologe Ferrari.

NovaPump ist durch eine Reihe von Patenten geschützt und wird mit dem Input eines Katheterherstellers, eines medizinischen Prüflabors, der Klinik für Innere Medizin des Uniklinikums Jena und dem Fraunhofer Institut für integrierte Optik und Feinwerktechnik hergestellt. Gründer und Investoren sehen hier umfangreiche Synergiepotenziale, die den Erfolg sichern sollten. Die Finanzierungssumme, die die CE-Zulassung des pulsatilen Rechtsherzkatheters sicherstellen wird, betrug laut geschäftsführendem Gesellschafter Ronald Reich 0,5 Mio. EUR.