Google forciert sein Engagement in der Gesundheitsbranche und startet eine Kooperation mit dem Medizingeräte-Hersteller Johnson & Johnson, wie aus Medienberichten hervorgeht. Dabei will Google herausfinden, wie die eigene Bilderkennungssoftware und neuartige Sensoren in die Roboter von Johnson & Johnson integriert werden können. Beispielsweise könnte die Bild-Software von Google Details wie Nerven oder Blutgefäße hervorheben, die mit dem bloßen menschlichen Auge nicht zu erkennen sind.

Allerdings wird das Googles Life Science Team die notwendigen Instrumente für so genannte minimalinvasive Eingriffe nicht selbst entwickeln. Bei solchen Eingriffen handelt es sich um Operationen, die nicht anhand von großen Schnitten, sondern durch Roboter über kleine Öffnungen im Körper vorgenommen werden. Allein in den USA finden jährlich rund 3 Mio. solcher Operationen statt.

Umgekehrt erhofft sich Johnson & Johnson mit Unterstützung von Google den Bau von intelligenteren Robotern forcieren zu können. Vor allem die Versorgung von Informationen für die handelnden Ärzte während der Operation soll auf diese Weise verbessert werden. Der Konzern stellte klar, dass Roboter Ärzte künftig nicht ersetzen, diese aber in ihrer Arbeit mehr als bisher unterstützen sollen.

Zu den finanziellen Details der Kooperation wurden keine Angaben gemacht. Die Partnerschaft muss darüber hinaus noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Die Kooperation mit Johnson & Johnson ist Teil des Verstärkten Engagements von Google in der Life Science-Industrie. So sollen künftig im Google-eigenen Life Science-Team Wissenschaftler an Produkten für die Gesundheitsbranche forschen. Auch die Investmentsgesellschaft Google Venture, beteiligte sich zuletzt verstärkt an jungen Unternehmen aus der Gesundheitsbranche. Im vergangenen Jahr ging bereits ein Drittel der Google Investments in verschiedene Life Science-Start-ups.

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