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Die europäische Venture-Capital-Gesellschaft APEX Ventures mit Sitz in Wien und Frankfurt legt einen neuen Fonds auf, den APEX Digital Health. Dafür sollen 50 Mio. EUR an Kapital gewonnen werden. Der Fokus des neuen Fonds soll auf jungen Unternehmen liegen, die neue Technologien und Anwendungen für den Gesundheitsbereich entwickeln. Das Fundraising des APEX Digital Health-Fonds soll 2020 abgeschlossen sein.

Europäischer Markt wächst auf 170 Mrd. USD jährlich

Digitale Gesundheitslösungen sind weltweit ein Wachstumsmarkt. Alleine der Markt in Europa soll bis 2025 auf rund 170 Mrd. USD anwachsen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 39%, schätzt das Marktforschungsunternehmen Graphical Research. Aufgrund der wachsenden Bevölkerung, steigenden Lebenserwartung sowie zunehmenden Kosten gibt es im Gesundheitsbereich großen Bedarf an neuen und innovativen Lösungen. Gleichzeitig hat es in den vergangenen Jahren gewaltige Fortschritte im technologischen Bereich gegeben, z.B. bei künstlicher Intelligenz (KI) und Bildanalyse. Hinzu kommt, dass es heute eine große Anzahl an jungen Menschen gibt, die mit diesen Technologien umgehen können, da sich auch in der Aus- und Weiterbildung viel getan hat, z.B. im Bereich der Datenanalyse. Damit wurde die Grundlage geschaffen, mit vergleichbar geringen Kosten ein Technologieunternehmen zu gründen.

Nachfolger des APEX One-Fonds

APEX Ventures hat bereits mit seinem ersten Fonds, dem APEX One, in mehrere Unternehmen aus dem Digital Health Bereich investiert: Etwa ImageBiopsy Lab, das mit KI Lösungen Ärzte bei orthopädisch-radiologischen Diagnosen unterstützt, und contextflow, das mit Hilfe einer Suchmaschine für 3D-CT Scan Bilder und Deep Learning die Arbeit von Radiologen erleichtert.

Mit Dr. Gordon Euller konnte ein Mediziner und Facharzt für Radiologie, Unternehmensberater bei McKinsey und erfolgreicher Unternehmensgründer als Partner für den APEX Digital Health gewonnen werden. Er ergänzt das bestehende Team von APEX Ventures und wird für die Auswahl und Begleitung der jungen Unternehmen, in die der Fonds investieren wird, verantwortlich sein.

Auch Investments in den USA oder Israel möglich

Der neue Fonds soll vor allem in europäische Start-ups und junge Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich investieren. Wie schon beim APEX One, liegt der Schwerpunkt dabei auf Deep Tech Unternehmen in der DACH-Region. Es sind aber auch Investitionen außerhalb Europas, z.B. in den USA und Israel, geplant. Das Fundraising startet demnächst nach erfolgter Freigabe der Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) unter der EuVECA (European Venture Capital Fund Regulation) Direktive, die eine europaweite Zulassung beinhaltet. 2020 soll das Fundraising abgeschlossen werden.