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Die Evotec AG (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, TecDAX, ISIN: DE0005664809) hat die Unterzeichnung einer verbindlichen Vereinbarung mit Sanofi bekanntgegeben, in deren Rahmen Evotec Sanofis Antiinfektiva-Einheit, sowie das damit verbundene Antiinfektiva-Forschungsportfolio in ihre Organisation integrieren wird. Die Transaktion wird in den kommenden Wochen abgeschlossen und unterliegt noch den erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden in Frankreich.

Evotec: Weitere offene Kooperationen geplant

Evotec will somit die Entwicklung der Pipeline im Bereich Infektionskrankheiten voranbringen und neue Open Innovation-Forschungsinitiativen im Bereich Antiinfektiva initiieren. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, zukünftig offene Kooperationen mit weiteren Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Stiftungen, akademischen Einrichtungen und staatlichen Stellen eingehen, um die Forschung im Bereich Infektionskrankheiten weiter zu beschleunigen. Der initiale Fokus wird demnach auf Antibiotikaresistenzen, Infektionen hervorgerufen durch sogenannte ‚Superbugs‘, Tuberkulose, Malaria und der Entwicklung neuer antiviraler Therapien mit neuen Wirkungsmechanismen liegen.

Dr. Werner Lanthaler, Chief Executive Officer von Evotec, sagte: „Nach Abschluss dieser Transaktion verfügt Evotec mit ca. 180 Wissenschaftlern über die weltweit größte und hochwertigste Präsenz im Bereich der translationalen Erforschung von Infektionskrankheiten.“

Vorabzahlung von 60 Mio. EUR

Im Rahmen der Vereinbarung wird Sanofi eine Vorabzahlung von 60 Mio. EUR entrichten sowie eine zusätzliche, signifikante langfristige finanzielle Unterstützung leisten, um den Fortschritt des Antiinfektiva-Portfolios sicherzustellen. Sanofi behält bestimmte Optionsrechte an der Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung der Antiinfektiva-Projekte, die aus den lizenzierten Produkten hervorgehen. Im Rahmen der Transaktion wird Evotec 100 weitere hochqualifizierte Mitarbeiter in ihren globalen Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsgeschäftsbetrieb integrieren. Aus den von Sanofi transferierten Positionen resultieren bestimmte langfristige Verpflichtungen hinsichtlich der Beschäftigung. Evotec wird weiterhin den Geschäftsbetrieb in Lyon fortführen.

Antibiotikaresistenz als eine der drei größten Gefahren für die menschliche Gesundheit

Infektionskrankheiten werden durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht und können auf direktem oder indirektem Weg von einer Person auf die andere übertragen werden. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen antibiotische und antivirale Medikamente. Durch Bakterien verursachte Infektionskrankheiten sind heutzutage häufig resistent gegenüber Antibiotika und jeder Gebrauch von Antibiotika reduziert die Wirksamkeit bei anderen Patienten. Aktuell hat die Weltgesundheitsorganisation die Antibiotikaresistenz als eine der drei größten Gefahren für die menschliche Gesundheit eingestuft. Fast 1 Mio. Menschen sterben jährlich an medikamenten-resistenten Infektionen. Bis 2050 könnte diese Zahl auf 10 Mio. pro Jahr steigen und medikamentenresistente Infektionen könnten einen wirtschaftlichen Schaden von 100 Billionen USD verursachen, wenn keine Lösungen für dieses Problem gefunden werden. Die Entwicklung von medizinischen Lösungen gegen antibiotikaresistente Bakterien ist deshalb von sehr großer Bedeutung.

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