Die Evotec AG (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, TecDAX, ISIN: DE0005664809) hat eine Kooperationsvereinbarungen mit dem Life-Science Geschäftsbereich von Merck getroffen. In diesem Zusammenhang soll Mercks Portfolio aus Genome Editing-Technologien mit Evotecs Screening-Plattformen und Krankheitsexpertise kombiniert werden.

 

Im Rahmen der Zusammenarbeit will Evotec Mercks umfangreiche Sammlung aus genetischen Reagenzien (beispielsweise CRISPR und shRNA-Sammlungen) einsetzen, um neue Programme in der Erforschung von Zielstrukturen (Target Discovery) unter Einbindung eines phänotypischen Screening in primären und iPS-Zellen (induzierte pluripotente Stammzellen) sowie in vivo-Krankheitsmodellen zu ermöglichen. Durch die Kombination dieser beiden komplementären Infrastrukturen zielen beide Unternehmen darauf ab, ihren Kunden schnelle und validierte Workflows zur Verfügung zu stellen, die innerhalb komplexer Krankheitsmodelle neue Target-Klassen erforschen möchten.

 

Stärkung für Evotec in Target-Identifizierung und -Validierung

Gemeinsam mit der von Evotec kürzlich erworbenen Lizenz der Genome Editing-Technologie CRISPR-Cas9 soll die Vereinbarung mit Merck nun das Angebot von Evotec im Bereich der Target-Identifizierung und-Validierung stärken. Durch die Verwendung von Mercks Reagenzien, die für das Screening auf den zellulären Evotec-Screening-Plattformen und die Verwendung in in vivo-Modellen einsatzbereit sind, sollen weitere neue Ansätze im Bereich Target-Identifizierung ermöglicht werden. „Infolgedessen können wir unseren Kunden eine One-Stop-Shop-Lösung innerhalb dieses innovativen Wirkstoffforschungssegments anbieten“, äußerte sich Mario Polywka, Chief Operating Officer von Evotec.

 

Merck: Führend in CRISPR und shRNA

Das Life-Science-Geschäft von Merck gilt seit langem als führend in der Entwicklung und Verteilung funktionaler genomischer Reagenzien wie CRISPR und shRNA. So fertigt das Cell Design Studio von Merck bereits seit einem Jahrzehnt kundenspezifische Zelllinien für die Wirkstoffforschung an. „Was uns gefehlt hat war ein Partner, der diese Reagenzien und Zelllinien für unsere Kunden anwenden kann“, ergänzte Theresa S. Creasey, Head of Applied Solutions Strategic Marketing & Innovation bei Merck.

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