Gute Zahlen präsentiert die Hamburger Evotec AG (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, TecDAX, ISIN: DE0005664809) für die ersten neun Monate 2015: Demnach stiegen die Konzernumsätze um 50% auf 88,2 Mio. EUR (2014: 58,9 Mio. EUR). Entsprechend lag das bereinigte Konzern-EBITDA bei positiven 3,4 Mio. EUR und damit erheblich erhöht gegenüber der Vorjahresperiode (2014: 0,3 Mio. EUR). Auch die Liquidität des Unternehmens wurde mit 138,8 Mio. EUR als äußerst stabil angegeben. Die Zahlen führten bereits im September zu einer erhöhten Umsatzprognose. Demnach wird das Wachstum der Konzerumsätze nach Angaben von Evotec vor Meilensteinen, Abschlagszahlungen und Lizenzen bei etwa 45% liegen.

Die Umsätze im Teilsegment EVT Execute beliefen sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 93,4 Mio. EUR und stiegen damit um 52% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs an. Diesen Anstieg führen die Verantwortlichen insbesondere auf ein Wachstum des Basisgeschäfts, unterstützt von einer positiven Entwicklung des Antiinfektiva-Geschäfts zurück sowie auf Beiträge aus der Sanofi-Allianz und positive Währungseffekte zurück.

Das Segment EVT Innovate erwirtschaftete Umsätze in Höhe von 14,3 Mio. EUR, die vollständig aus Umsätzen mit Dritten bestehen. Dieser Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres ist im Wesentlichen auf die Verpartnerung einiger EVT Innovate-Projekte im Jahr 2015 zurückzuführen. Parallel stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in diesem Segment von 10,4 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2014 auf 16,6 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2015 an und beziehen sich vor allem auf Investitionen in Onkologieprojekte am Standort Toulouse sowie auf erhöhte Investitionen im Rahmen der bestehenden Cure X-/Target X-Initiativen des Unternehmens.

Bereits im Märze hatte Evotec mit dem Konzern Sanofi eine verbindliche Vereinbarung bezüglich einer umfangreichen strategischen Allianz über die nächsten fünf Jahre abgeschlossen. Ein wichtiger Vertragsinhalt der Allianz ist die Übernahme von Sanofis Forschungsstandort in Toulouse, samt der mehr als 200 Mitarbeiter zur Erweiterung von Evotecs Wirkstoffforschungskompetenzen und -kapazitäten. Die Integration des neuen Forschungsstandorts verläuft nach Angaben von Evotec weiterhin nach Plan.

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