Mit rund 100 Teilnehmern konnte sich die siebte DVFA Life Science-Konferenz auch in diesem Jahr über rege Beteiligung freuen. Schwerpunkt der Veranstaltung waren diesmal Krebs-Immuntherapien, deren Entwicklungsfortschritte von börsennotierten Unternehmen vorgestellt wurden. Neben vielfältigen Vortragsreihen von Experten aus der Branche, wie z.B. CSO von MediGene Prof. Dr. Dolores J. Schendel oder CEO/CFO Dr. Thomas Taapken von Epigenomics, wurde das Programm von spannenden Panelrunden abgerundet.

Für Aufsehen sorgte dabei die Glycotope GmbH aus Berlin: So ließ das Unternehmen durch Finanzchef Henner Kollenberg einen möglichen Börsengang andeuten. Die endgültige Entscheidung für das IPO sei laut Kollenberg aber noch nicht gefallen. Die Berliner Glycotope ist vor allem auf die Glycooptimierung von Proteinen spezialisiert.

Einen wahren Durchbruch erzielte Mologen mir ihren aktuellen Forschungsergebnissen: So verkündete Vorstandsvorsitzender Dr. Matthias Schroff, dass die Planungen für eine neue Phase-III-Darmkrebsstudie mit dem Wirkstoff MGN1703 bereits abgeschlossen seien. Wird der Wirkstoff von der europäischen Aufsichtsbehörde und dem Ethikrat abgesegnet, könnte dieser ein echter Meilenstein innerhalb der momentanen Krebsforschung bedeuten.

Für Diskussionsbedarf sorgte ebenso das Thema Finanzierung der Life Science-Branche. So waren sich alle Teilnehmer einig, dass deutsche Unternehmen dringend Erfolgsstorys bräuchten, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, da der Kapitalmarkt hierzulande wenig aus diesem Bereich zu bieten habe und Life Science-Unternehmen gegenüber häufig überaus skeptisch beäugt werden.

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