Werbung

Die sterna biologicals GmbH & Co. KG ist ein biomedizinisches Unternehmen im Bereich der Immunologie. Dank eines einzigartigen DNAzym-Moleküls ist es gelungen, den GATA-3 Transkriptionsfaktor therapeutisch zu hemmen und neuartige Behandlungsoptionen für chronisch entzündlicher Erkrankungen wie Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Atopische Dermatitis (Neurodermitis) und Colitis ulcerosa zu eröffnen.

Herr Pangratz, sterna biologicals wirbt mit neuartigen Behandlungsansätzen für chronisch entzündliche Erkrankungen im Bereich der Immunologie. Was genau dürfen wir uns darunter vorstellen?

Sterna ist es erstmals gelungen mit der Entwicklung eines einzigartigen DNAzyms, also eines einsträngigen DNA-Moleküls, das in Zellen des Immunsystems eindringt und dort zielgenau an spezifische mRNA-Moleküle bindet, den sogenannten GATA-3-Transkriptionsfaktor zu hemmen. Durch die Bindung und den folgenden Abbau der GATA-3-mRNA, die wiederum wichtige Informationen für die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen enthält, wird die Entstehung bzw. Aufrechterhaltung einer Entzündung in den entsprechenden Zielgeweben verhindert. Das sind hinsichtlich unserer Entwicklungskandidaten insbesondere die Lunge, Haut und der Darm.

In den bisher durchgeführten klinischen Studien hat sich unser DNAzym als sicher, gut verträglich und sehr wirksam gezeigt. Das gibt uns die Hoffnung, zukünftig neue Maßstäbe in der Therapie von Asthma, COPD, Atopischer Dermatitis und Colitis ulcerosa – perspektivisch auch anderen Entzündungserkrankungen – setzen zu können.

Sie sind erst seit wenigen Wochen CEO des Unternehmens, wurden im Januar dieses Jahrs ernannt. Was sind Ihre persönlichen Ziele in dieser neuen Position?

Auf Basis der sehr zufriedenstellenden Ergebnisse aus allen Phase 2a Studien, stehen uns die verschiedensten Wege offen. Daher ist es unser primäres Ziel in den nächsten Monaten, zunächst alle strategischen Optionen für die kommenden Jahre im Detail auszuloten, zu bewerten und einander gegenüber zu stellen. Sobald diese Arbeit abgeschlossen sein wird, können wir uns für den für Sterna attraktivsten Weg entscheiden und die für die Umsetzung notwendigen Aktivitäten festlegen. Das beinhaltet konkret die Organisations- und Finanzplanung sowie die detaillierte Ausarbeitung der Phase 2b und Phase 3 Entwicklungspläne, insbesondere aber auch die weitere Optimierung von Formulierungen für unsere Programme im Bereich Asthma/COPD und UC, und das Scale-up in der Produktion.

sterna-CEO Christian Pangratz: „Wir streben inhaltlich als auch finanziell sinnvolle Partnerschaften an.“ (Bild: sterna biologicals)
Welches Marktpotenzial sehen Sie in den von sterna adressierten Bereichen?

Die von uns entwickelten DNAzyme sind darauf ausgerichtet, insbesondere mittelschwere und schwere entzündliche Erkrankungen wesentlich besser zu behandeln, als es bisher mit etablierten Therapien möglich war. Wir haben mit unserem DNAzym den Wirksamkeitsnachweis – Proof-of-Concept – bereits in vier Indikationen erbracht. Die Ergebnisse aus den Phase 2a Studien, wurden zum Beispiel für unser Asthma Programm sogar im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht. Mit dieser medizinisch und wissenschaftlichen Validierung sind wir sehr zuversichtlich, dass der therapeutische Nutzen unserer DNAzyme in den Bereichen Asthma, COPD, UC und AD sehr hoch sein kann. Wir sehen ein realistisches Marktpotential über alle vier Indikationen konsolidiert im mittleren bis hohen einstelligen Milliarden Euro Bereich. Sicherlich ist in diesem Zusammenhang die voll synthetische Produktion der DNAzyme ein großer Vorteil. Nachdem wir keine biologischen Herstellungsverfahren für unsere Moleküle benötigen, liegen die Produktionskosten weit unter denen von beispielsweise monoklonalen Antikörpern. Folglich können wir später nicht nur therapeutisch, sondern auch auf der Therapiekosten-Seite maßgebliche Vorteile bieten. Das sollte die Positionierung unserer Produkte schärfen und damit das erwähnte Marktpotential realisierbar machen.

Aktuell verfügt sterna über vier klinische Programme  der Phase II. Wird sterna diese Kandidaten eigenständig zur Marktreife weiterentwickeln? Oder sind strategische Partnerschaften oder gar eine Auslizensierung denkbar?

Sterna strebt an, sich weiterhin einer hoch effizienten und umsetzungsstarken Organisationsstruktur zu bedienen. Somit werden wir sicher nicht alle vier Programme allein bis zur Marktreife entwickeln und sind folglich an strategischen Partnerschaften interessiert. Im Licht der sehr guten Phase 2a Daten sind wir bereits von namhaften globalen Pharma- und Biotechnologiefirmen angesprochen worden. Im Rahmen der Evaluierung unserer strategischen Optionen, die auch alternative Finanzierungsformen einschließen, werden wir jedes Angebot genau prüfen.

Die Hinzuziehung weiterer Investoren oder ein Börsengang sind weitere Alternativen zur Finanzierung einer kostenintensiven Phase III-Studie. Auch für sterna eine Option?

Richtig. Für die Finanzierung der Phase 2b und Phase 3 Programme haben wir auf Basis der bisher sehr gut gelaufenen klinischen Studien verschiedenste Möglichkeiten. Die von uns im Rahmen der Firmenstrategie zu evaluierenden Finanzierungsszenarien umfassen untern anderem ein IPO, Risikokapital-Finanzierung, sowie nicht-verwässerndes Finanzierungsmöglichkeiten mittels Lizenzgeschäft und Forschungsförderungen. Wir werden in den kommenden Monaten diese Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten parallel im Detail bewerten und vorantreiben. Somit halten wir uns vorerst alle Optionen offen und können in der zweiten Jahreshälfte die für uns dann passendste Variante auswählen.

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.