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Bildnachweis: Medineering GmbH.

Der High-Tech Gründerfonds und weitere Investoren haben ihre Anteile am Robotik-Startup Medineering GmbH aus München vollständig an die Brainlab AG veräußert. Dem Konsortium um den High-Tech Gründerfonds ist damit ein erfolgreicher Exit gelungen. Über die Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Der High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital, Born2Grow sowie zwei Business Angels beteiligten sich im Sommer 2014 an Medineerings Seed-Finanzierungsrunde. Im Jahr 2016 stieß der spätere Käufer Brainlab im Rahmen einer Serie A-Runde zum Investorenkreis.

Steuerung mittels Fußpedal

Medineering wurde 2014 von Dr. Stephan Nowatschin und Dr. Maximilian Krinninger gegründet. Das Unternehmen arbeitete als weltweit erstes an einer modularen „Surgical Robotics Plattform“, die Chirurgen bei minimal-invasiven Operationen unterstützen und entlasten soll. Die seit Gründung entwickelten und mittlerweile auch vermarkteten robotischen Assistenzsysteme werden bislang vor allem im Hals-Nasen-Ohren-Bereich eingesetzt, sollen jedoch künftig auch in anderen Fachbereichen Anwendung finden. Die Systeme verfügen über einen Haltearm, der seitlich am Operationstisch montiert wird. Je nach medizinischer Fachrichtung werden angepasste Aufsätze modular am Haltearm angebracht und mittels eines Fußpedals gesteuert. Dies entlastet Chirurgen und ermöglicht, dass sie sich stärker auf den eigentlichen Operationsvorgang konzentrieren können.

Im Januar 2018 erhielt der Haltearm die CE-Zertifizierung und kann damit in Europa vertrieben werden. Die Zulassung liegt für die Bereiche HNO-Chirurgie und Neurochirurgie vor. Die ersten Systeme für die Wirbelsäulenchirurgie konnten bereits erfolgreich von der Firma Brainlab im europäischen Markt platziert werden.

„Exemplarisch für erfolgreiche Ideen im Medizintechnik-Bereich“

Dr. Georg Ried, Geschäftsführer von Bayern Kapital, sagte: „Die Produkte von Medineering sind exemplarisch für erfolgreiche Ideen im Medizintechnik-Bereich: Der modulare Aufbau, die überschaubare Größe und durchdachte Handhabung vereinfachen die Arbeit der Chirurgen am Operationstisch erheblich – und das im Wettbewerbsvergleich zu einem sehr attraktiven Preis.“