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Am 22. und 23. April traf sich die die deutsche Biotechnologiebranche in Köln zu ihrem jährlichen nationalen Netzwerktreffen, den „Deutschen Biotechnologietagen“. Die sechste Ausgabe des wichtigsten Forums der Branche, welches von BIO Deutschland, dem Arbeitskreis der Bioregionen und BIO.NRW ausgerichtet wurde, verzeichnete mit mehr als 860 registrierten Teilnehmern erneut einen Besucherrekord.

Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Matthias Machnig stellte in seiner Ansprache der weiterhin unterfinanzierten Branche längerfristig eine Änderung bei den gesetzlichen Regelungen zu Verlustvorträgen sowie das neue Venture-Capital Gesetz noch in dieser Legislaturperiode in Aussicht. Joachim von Braun, Vorsitzender des Bioökonomierats, betonte, dass die Integration der Bioökonomie in übergeordnete Prozesse geboten sei, um die Basis für einen globalen Agendaprozess zu schaffen. Monika Lessl vom Bayer-Konzern warb in Ihrem Vortrag für die „Open Innovation“ Strategie des Unternehmens. Und der Vorstandsvorsitzende des deutschen Diagnostikspezialisten Qiagen, Peer Schatz, referierte in seinem Impulsvortrag über Big Data als Wachstumstreiber der Biotechnologie.

„Die Deutschen Biotechnologietage sind die ideale Plattform, um sich über aktuelle Themen aus Wissenschaft und der angewandten Industrie zu informieren, um innovative Geschäftskonzepte und Erfolgsgeschichten kennen zu lernen und um auch Kontakte mit Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Politik zu knüpfen. Wir haben das richtige Format für die deutsche „Biotechnologie-Community“ geschaffen,“ erklärte Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender von BIO Deutschland.

In Köln trafen sich Vorstände und Geschäftsführer von Biotech-, Pharma- und Chemie-Unternehmen, Vertreter der Bundesverwaltung, von Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Medienvertreter sowie weitere Experten, um über Rahmenbedingungen, pharmazeutische Biotechnologie und Bioökonomie zu diskutieren. Neben den positiven Branchenkennzahlen, die anlässlich der Tagung veröffentlicht wurden, wurden mögliche Börsengänge der präsentierenden Unternehmen ebenso behandelt, wie Beiträge zu Big Data und Bio-IT, personalisierter Medizin oder Datensicherheit.

Im Rahmen des Kongresses verlieh der Arbeitskreis der BioRegionen den „Innovationspreis 2015“ an gleichberechtigt an drei Forschungsprojekte, so auch an ein Team der Technischen Universität München für die Erforschung von Werkzeugen zur effizienteren Nutzung von Biomasse. Das Projekt setzt auf einen stabilisierten Enzymkomplex, der mit höherer Effizienz und niedrigeren Kosten die Produktion von Zucker aus Pflanzenresten wettbewerbsfähig gestalten kann.

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