Werbung

Bildnachweis: Foto: BioNTech.

Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller BioNTech hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (366,9 Mio) bedeutet dies nach Angaben des Unternehmens vom Montag eine Verdreifachung des Nettogewinns. Krasser Gegensatz zum gleichen Zeitraum 2020: Im ersten Quartal 2020 musste BioNTech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen – Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten, die zu diesem Zeitpunkt durch das Umschwenken auf die Impfstoffentwicklung anfielen.

In noch steilerer Kurve stieg der Umsatz des Biotechnologie-Unternehmens. Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten drei Monaten nach Unternehmensangaben 2,05 Milliarden Euro. Das waren mehr als 70 Mal so viel wie im entsprechenden Zeitraum 2020 (27,7 Mio).

Hier finden Sie weitere Artikel auf unseren Seiten zum Unternehmen BioNTech

Gute Aussichten für das ganze Jahr

Aufgrund neuer Lieferaufträge für seinen Impfstoff gegen Corona erwartet das Mainzer Unternehmen einen Jahresumsatz von 12,4 Milliarden Euro und erhöhte damit am Montag seine Prognose um knapp 25%. Der jetzige Quartalsumsatz wirft eine hohe Rendite ab bei einem Gewinn von 1,13 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2021 sei nun sogar ein Gewinn zwischen sechs und sieben Milliarden Euro möglich.
Die zusätzlichen Lieferaufträge beinhalten eine Bestellmenge von 1,8 Milliarden Impfdosen für 2021. Die Kapazitäten sollen auf drei Milliarden Impfdosen erweitert werden, und die Bestellungen reichen nun bereits ins Jahr 2023. Bis zum 6. Mai wurden 450 Millionen Impfdosen weltweit verabreicht, so das Unternehmen. BioNTech-Chef Ugur Sahin will die Gelder jedoch nicht nur für Corona einsetzen, sondern das Forschungsprogramm des Unternehmens stark erweitern und das Unternehmen zur Immuntherapie-Firma entwickeln.

Zudem gab die Biontech SE bekannt, in Singapur den Hauptsitz für Südostasien und eine Produktionsanlage für mRNA aufzubauen. Der geplante Standort werde über eine hochautomatisierte und durchgängige (end-to-end) mRNA-Produktion für die Herstellung des Arzneimittelwirkstoffs, Arzneimittelprodukts und dessen Abfüllung (fill-and-finish) verfügen und mehrere hundert Millionen Dosen im Jahr produzieren können.

Der Betrieb soll 2023 starten und Jobs für bis zu 80 Mitarbeiter bieten. Neben der neuen BioNTech-Niederlassung in Südostasien betreibt das Mainzer Unternehmen einen US-amerikanischen Hauptsitz in Cambridge/Boston (Massachusetts).

Über den Autor