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Bayer und CRISPR Therapeutics haben ein Joint Venture gegründet, um neue Behandlungsmethoden für Bluterkrankungen, Erblindung und Herz-Erkrankungen zu entdecken, zu entwickeln und zu vermarkten. CRISPR Therapeutics wird seine proprietäre Technologie zur gezielten Veränderung der DNA (CRISPR-Cas9) einschließlich der Patentanmeldungen einbringen, während Bayer die Expertise im Bereich Proteintechnologie sowie relevantes Know-how über die entsprechenden Krankheiten beiträgt.

Das Joint Venture ist die erste Investition des neu etablierten Bayer LifeScience Center, das als strategische Innovationseinheit direkt an den Bayer-Vorstand berichtet. Es hat die Aufgabe, wissenschaftliche und medizinische Fortschritte schneller zu entdecken, zu fördern und zugänglich zu machen, indem Partnerschaften mit jungen Biotech-Unternehmen eingegangen werden. „Das neue Bayer LifeScience Center und die Partnerschaft mit CRISPR Therapeutics stehen beispielhaft für eine mehr als 150-jährige Tradition bei Bayer, wissenschaftliche Innovation zu entwickeln, die das Leben deutlich verbessern“, erklärte Marijn Dekkers, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG.

Nach eigenen Angaben wird Bayer wird mindestens 300 Mio. USD in Forschung und Entwicklung des Joint Venture in den nächsten fünf Jahren investieren. Bayer wird außerdem einen Minderheitsanteil an CRISPR Therapeutics in Höhe von 35 Mio. USD in bar erwerben. „Wir erhalten 50% der Rechte an einem Bereich mit hohen Chancen und Risiken wie Bluterkrankungen, Erblindung und erblich bedingte Herz-Erkrankungen“, sagte Rodger Novak, CEO und Mitgründer von CRISPR Therapeutics. „Gleichzeitig bekommen wir Zugang zu Technologien zur gezielten Verabreichung und weiteren Entwicklungen des Joint Venture“, so Novak weiter.

Das Joint Venture, dessen Name noch nicht publiziert wurde, wird seinen Sitz in London sowie seinen Betrieb im US-amerikanischen Cambridge, Massachusetts, haben. Der Vollzug der Transaktion untersteht den für solche Übernahmen üblichen Bedingungen, unter anderem der Fusionskontrolle in den USA, und wird für das erste Quartal 2016 erwartet.

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