43,8% der Ärzte in Deutschland erwarten, dass therapieunterstützende Apps innerhalb der nächsten zehn Jahre in die Leitlinien aufgenommen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine gerade veröffentlichte eHealth-Studie 2015 aus der Studienreihe „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ der Stiftung Gesundheit. Noch im Vorjahr hatten demnach mehr als zwei Drittel der Ärzte bezweifelt, dass Apps in Zukunft überhaupt den Gesundheitszustand ihrer Patienten überwachen könnten oder sich in dieser Funktion durchsetzen würden.

„Diese Veränderung ist ein Hinweis darauf, dass sich die Einstellung der Ärzte zum Thema eHealth gerade deutlich verändert“, bilanziert Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit und Gesundheitsökonom am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg.

In der Vergangenheit hatten sich Ärzte bei diesem Thema sehr kritisch und zurückhaltend bis ablehnend gezeigt. Doch etwaige Berührungsängste mit den neuen Medien und Möglichkeiten hätten sie nun offenbar abgelegt. Dies betreffe nach Angaben der Studienverantwortlichen nicht nur jüngere Ärzte, bei denen dies thematisch bedingt zu erwarten gewesen wäre: „Die Altersstruktur der Ärzte, die sich an der Studie beteiligt haben, entspricht weitgehend den Anteilen in der Gesamtärzteschaft, wobei die Altersgruppen über 51 Jahren sogar überproportional vertreten waren“, so Obermann.

Die gesamte Studie steht auf der Internetpräsenz der „Stiftung Gesundheit“ zum Download bereit.

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