Five Prime CEO Lewis "Rusty" Williams ist vom Erfolg der Zusammenarbeit mit ADC Therapeutics überzeugt. Quelle/Rechte: Five Prime Therapeutics
Five Prime CEO Lewis „Rusty“ Williams ist vom Erfolg der Zusammenarbeit mit ADC Therapeutics überzeugt. Quelle/Rechte: Five Prime Therapeutics

Die ADC Therapeutics, ein Schweizer Spezialist für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, füllt seine Pipeline mit einem Antikörper des US-Unternehmens Five Prime Therapeutics auf. Der Erwerb der Exklusivlizenz wurde mit Mitteln des Hauptinvestors Auven Therapeutics und einer Finanzspritze des Pharmakonzerns AstraZeneca in Höhe von 40 Mio. USD finanziert.

Die Vereinbarung sieht vor, dass ADC Therapeutics den Five Prime Antikörper, der auf ein nicht veröffentlichtes Krebsmolekül zielt, an Verbindungen der chemischen Stoffklasse der Pyrrolobenzo-Diazepine koppelt. Diese Verbindungen sind auf Grund ihrer alkylierenden Wirkung als effiziente Antitumorwirkstoffe bekannt. Sie binden kovalent an die DNA, führen zu Quervernetzung des Erbmaterials und blockieren auf diese Weise Transkription und Replikation – also das Umschreiben der DNA in RNA und die Verdopplung des Erbguts.

Bessere Wirkung und weniger Nebenwirkungen

Peter Corr, der als Vorstand von ADC Therapeutics und geschäftsführender Partner von Auven Therapeutics eine Doppelfunktion ausfüllt, ist überzeugt vom Erfolg des Deals. In der Pressemitteilung sagte er: „Wir glauben, dass Antikörper-Wirkstoff-Konjugate eine großartige Möglichkeit bieten, Krebsmedikamente der nächsten Generation zu entwickeln. Arzneimittel, die wirksamer und zur gleichen Zeit mit weniger unerwünschten Wirkungen behaftet sind. Die Partnerschaft mit Five Prime Therapeutics erweitert unser Entwicklungsportfolio neuartiger ADCs (Antibody Drug Conjugates) und trägt unseren Entwicklungsplänen Rechnung“.

Ähnlich sieht dies auch der CEO von Five Prime Therapeutics, Lewis T. Williams. Der Mediziner glaubt, dass Antikörper gegen das anvisierte Krebszielmolekül, das sich auf einer Anzahl verschiedenster Tumortypen befindet, noch deutlich besser wirken, wenn sie an eine zytotoxische Verbindung gekoppelt werden. Finanzielle Details wurden zwar nicht veröffentlich, die Vorauszahlungen für Wirkstoffkandidaten in der Präklinik sind aber standardmäßig nicht besonders hoch.

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