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Nach dem im November verabschiedeten Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) können Ärzte Gesundheitsapps nun auch verschreiben – dies ändert die Ausgangslage für den aktuell stark wachsenden Markt für digitale Gesundheitslösungen radikal. Sich unter vielen Neugründungen zu behaupten, kann nur mit qualitativ hochwertigen Produkten und darüber hinaus geringen bis keinen Kosten für den Anwender, gelingen. Ausgaben werden bei Temedica von den meisten gesetzlichen Krankenkassen ganz oder teilweise erstattet, beziehungsweise schon direkt bei der Anmeldung übernommen. Damit dies gelingt hat das Start-up sein Angebot bei der von den Krankenkassen eingerichteten Zentralen Prüfstelle für Prävention zertifizieren lassen und zudem Verträge mit einzelnen Kassen abgeschlossen.

2016 haben Gloria Seibert und Clemens Kofler das Münchner E-Health-Start-up gegründet und an digitalen Lösungen für die Begleitung medizinischer Therapien sowie für die Gesundheitsvorsorge gearbeitet. Mithilfe verschiedener Apps soll Patienten geholfen werden mit speziellen Krankheiten besser umgehen zu können. Mit pelvina.de bietet Temedica, eine App, gezielt für Frauen an, die sich mit dem Thema Beckenbodentraining beschäftigt. Über Mineo wiederum können Ärzte und Therapeuten ihren Patienten individuelle Therapiepläne erstellen und den Genesungsfortschritt verfolgen. Massono dagegen “adressiert das Thema erektile Dysfunktion”, eine Männerdomäne. Gerade in den Startlöchern steht zudem Waya, eine App, die sich als „digitaler Begleiter auf dem Weg zum Wunschgewicht“ versteht. Bei der Entwicklung neuer Apps setzt das Start-up stark auf Kooperationen mit Medizintechnikunternehmen. „Unsere Partner bringen das Know-how zu bestimmten Krankheitsbildern ein, wir entwickeln und betreiben die App“, erklärt Seibert die Vorgehensweise.

Nun investieren MIG, Santo Venture Capital, G+J Digital Ventures und Salvia sowie dem Business Angel Bernd Wendeln rund 17 Millionen Euro in Temedica. Mit Hilfe des frischen Kapitals soll das aktuell 40-köpfige Team stark ausgebaut werden. Bis zum Jahresende planen sie mit etwa hundert Mitarbeitern, so Seibert. Außerdem wird trotz regulatorischer Hürden auf lange Sicht eine Internationalisierung angestrebt.