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Die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 9. März vorgesehen. Zum Emissionskonsortium gehören die Trigon Wertpapierhandelsbank und VEM Virtuelles Emissionshaus. Die Zeichnung ist jedoch auch bei anderen Banken möglich.

Das Grundkapital der Trius AG beträgt nach dem Börsengang 2,63 Mio. Euro. Ausgegeben werden insgesamt 1 Mio. Stückaktien. Der Free-Float nach dem Börsengang beträgt 38,02 %. Die Altaktionäre geben keine Stücke ab.

Durch das erstmalig in Deutschland durchgeführte Auktionsverfahren wird der Emissionspreis auf der Basis der eingegangenen Gebote ermittelt. Der gebotene Preis entscheidet über eine Zuteilung. Das niedrigste Gebot, das noch zum Zuge kommt, legt den Emissionspreis fest. Somit erhalten alle Anleger die gleiche Chance, Trius-Aktien zu zeichnen, unabhängig von ihrer individuellen Bankverbindung.

Die Trius AG ist einer der führenden deutschen Anbieter von computergestützten Telefonie-Lösungen und Internet Communication Software. Sie entwickelt und vermarktet Software für die Integration von Computer und Telefon (Computer Telephony Integration, CTI). Trius wurde 1992 gegründet und erzielte 1998 einen Umsatz von 2,6 Mio. DM bei einem operativen Verlust von knapp 1 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. April) ist ein Umsatzwachstum von ca. 30 % auf 3,4 Mio. DM vorgesehen. Im darauf folgenden Geschäftsjahr soll sich der Umsatz nach Unternehmensangaben mehr als verdreifachen. Ein positives Ergebnis ist erstmalig für das Geschäftsjahr 2001/2002 geplant.

Aufgrund des angewendeten Auktionsverfahrens ist nicht mit hohen Zeichnungsgewinnen zu rechnen, da sich ein Marktpreis aus Angebot und Nachfrage schon durch das angewendete Auktionsverfahren gebildet hat. Auf der Basis der Preisuntergrenze von 28 Euro beträgt das KGV auf Basis des Geschäftsjahres 2001/02 bereits 35,9. Dem hohen Wachstumspotential des Marktes für computerbasierte Telekommunikationslösungen steht das Risiko gegenüber, daß noch nicht vorhersehbar ist, welche der vielen Player sich in diesem Markt durchsetzen können. Auch beinhalten die bislang geringen Umsatzzahlen sowie die operativen Verluste von Trius erhebliche

Prognoserisiken.

Obwohl die Aktie hohe Chancen beinhaltet, drängt sich angesichts der zu berücksichtigenden Risiken eine Zeichnung bei Kursen oberhalb von 28 Euro nicht auf.

Ausführliche Informationen zu Trius finden sie im GoingPublic-Magazin 3/2000, S. 22 bis 23.